Nettopolice als ETF-Rentenversicherung (Nettotarif)

Bevor wir dir die Unterschiede und die Vor- und Nachteile einer Nettopolice aufzeigen, haben wir dir die grobe Unterscheidung einer Nettopolice zu einer Bruttopolice im folgenden Schaubild illustriert:

ETF-Rentenversicherung Nettopolice Nettotarif

Eine ETF-Rentenversicherung als Nettopolice, oder auch Netto-Tarif genannt, ist ein Rentenversicherung auf ETF-Basis ohne oder nur mit sehr geringen Abschluss- und Vertriebskosten.

Bei einer Nettopolice wird der Arbeitsaufwand des Beraters bezahlt. Es kann auch eine Kombination aus Arbeitsaufwand und Pauschale sein. In den meisten Fällen wird ein grober Kostenvoranschlag erstellt, damit die Kosten von vornherein klar kommuniziert werden.

Dadurch, dass ein Honorar anfällt und keine Abschluss- und Vertriebskosten zustande kommen, sind die Gesamtkosten bei ETF-Rentenversicherungen in Form von Nettopolicen in vielen Fällen deutlich geringer als die der herkömmlichen Provisionstarife, auch Bruttopolice genannt.

Das hängt damit zusammen, dass sich die Grundlage der Kostenbemessung bei Bruttotarifen an den gezahlten Beiträgen bemisst, die du über die Jahre, bis zum Ablauf der Versicherung, zahlst.

Dies bedeutet, dass jemand, der 100€ im Monat für 30 Jahre lang z.B. in eine ETF-Rentenversicherung anspart, weniger Abschluss- und Vertriebskosten zahlt als jemand, der 200€ im Monat für 30 Jahre lang anspart.

 

Einen qualitativen Unterschied, was die Leistungen der Versicherung betrifft, gibt es zwischen den beiden Varianten nicht.

Speziell bei höheren monatlichen Beiträgen, z.B. ab 150€ und einer Laufzeit von 30 Jahren, macht eine Nettopolice aus renditetechnischen Gründen durchaus Sinn.

 

Beispiel Bruttopolice (mit Abschlusskosten)

Im Folgenden erhältst du ein Beispiel, wie die Kosten beim Ansparen von 200€ im Monat über 35 Jahre in einer ETF-Rentenversicherung mit einem Bruttotarif aussehen können:

Alte Leipziger FR10 ETF-Rentenversicherung

 

In diesem Beispiel fallen 3.491,80€ an Abschluss- und Vertriebskosten an. Diese werden auf die ersten 5 Jahre aufgeteilt. Dazu kommen die übrigen jährlichen Kosten von 151,20€ und zusätzlich Kosten in Höhe von 4,80€ pro 1.000€ Fondsguthaben (z.B. Wert deiner ETF Anteile).

Das Ergibt eine Effektivkostenquote von 1,18% pro Jahr.

Beispiel Nettopolice einer ETF-Rentenversicherung (ohne Abschlusskosten) 

Die gleichen Parameter vom gleichen Versicherer, nur als Nettopolice, sehen wie folgt aus:

Nettopolice Alte Leipziger Kosten und Erfahrungen

Der Unterschied wird sehr schnell deutlich. Bei einem Netto-Tarif fallen keine Abschluss- und Vertriebskosten an und auch die jährlichen fixen Kosten von 36€ sind deutlich geringer. Je 1.000€ Fondswert fallen bei dieser Versicherung "nur" 4€ pro Jahr an.

Das ergibt eine Effektivkostenquote von 0,65% pro Jahr.

Vorteile einer Nettopolice

Somit wird der Vorteil der Nettopolice schnell deutlich. Die Abschlusskosten als auch die weiteren laufenden Kosten der Bruttopolice sind deutlich kostenintensiver sind als die der Nettopolice.

Was das für deine Rendite deiner Altersvorsorge ausmacht, dass kannst du dir bestimmt vorstellen. Zum Rentenbeginn ergibt sich dadurch ein deutlicher Vorteil von mehreren 10.000€.

Bereits an diesem Beispiel wird deutlich, dass sich gerade bei hohen monatlichen Sparbeiträgen eine Nettopolice im Bereich der Rentenversicherung lohnt.

Dabei ist zu beachten, dass die Arbeit und die damit einhergehenden Kosten des Honorars einer Nettopolice, egal ob du 200€, 300€ oder 400€ im Monat zurücklegen möchtest, ähnlich hoch bleiben. Die Kosten bei einer Bruttopolice steigen hingegen überproportional, je mehr du monatlich ansparen möchtest.

 

Dieses Beispiel skizziert nur einen kurzen Ausschnitt einer ETF-Rentenversicherung. In unserem Produktportfolio haben wir weitere Anbieter, die ebenfalls Nettopolicen anbieten und teilweise noch geringere Kosten aufweisen.

 

Hinweis: Die Kosten in Form eines Honorars, die du für die ETF-Nettopolice entrichten musst, sind in diesem Beispiel nicht enthalten und richten sich in der Regel nach dem Arbeitsaufwand, den wir als Berater haben. Was jedoch feststeht ist, dass diese nicht 3.491,80€ hoch sein werden!

Wenn du dich für eine Nettopolice interessierst, dann schreibe oder rufe uns doch gerne an. Ein Erstgespräch ist komplett unverbindlich und dir entstehen keine Kosten. Hier kannst du dich gerne über unser Honorar informieren und erfährst weitere Vorteile unserer Beratung.

Doch sind Nettopolicen und die Beratung dahingehend wirklich so gut?

Im folgenden Abschnitt erfährst du, dass eine Nettopolice zwar ihre Vorteile hat, die Vorgehensweise einer solchen Beratung aber mindestens genauso wichtig sind.

 

Nachteil einer Nettopolice

Ein möglicher Nachteil bei einer Nettopolice ist unserer Meinung primär ein psychologischer Faktor.

Bei einem Bruttotarif zahlst du die Abschluss- und Vertriebskosten über deine monatlichen Beiträge in den ersten 5 Versicherungsjahren.

Das kann bedeuten, dass z.B. von deinen 100€ im Monat, die du in die ETF-Rentenversicherung zahlst, ca. 15€ für die Abschluss- und Vertriebskosten abgehen. Das läuft dann über 5 Jahre und die Kosten sind beglichen. Direkt wirst du davon nicht mitbekommen, da sich diese Kosten über deine monatlichen Beiträge speisen.

Anders sieht es aus, wenn du dich für eine Nettopolice entscheidest. Hierbei wird ein Honorar fällig, welches du auf einen Schlag oder in abgesprochenen Raten zahlen kannst.

Rational betrachtet ist es in vielerlei Hinsicht besser ein Honorar zu bezahlen und eine Nettopolice abzuschließen. Gerade, wenn man sich die Kosten vergegenwärtigt, hat man das Honorar am Ende der Laufzeit mehrfach wieder raus. 

Vorab ein Beispiel aus unserem Beratungsalltag, bevor wir zu einem weiteren Nachteil und einem Negativbeispiel kommen: Einer unserer Interessenten bat um die Beratung einer ETF-Rentenversicherung. Mit dem Thema war er schon recht vertraut und hatte auch schon einen groben Plan. Dieser sah vor, dass er 250€ monatlich über 34 Jahre in drei unterschiedliche ETFs investieren will.

Im ersten Gespräch haben wir dann auf die Honorarberatung und die Vorteile eines Netto-Tarifs hingewiesen, da sich diese für den Interessenten in jedem Fall lohnen würde.

Die Abschluss- und Vertriebskosten für diese Vertragskonstellation hätten im Normalfall, bei einer Bruttopolice, über 5.000€ betragen. Unser Honorar lag mehr als 85% unter diesem Wert.

Dazu kam, dass die laufenden Kosten wesentlich geringer gewesen sind als die des Bruttotarifs.

Dabei haben wir bereits einen Bruttotarif mit einer sehr schlanken Kostenstruktur gewählt.

Schlussendlich kamen nach der Hochrechnung beider Tarife bei der Nettopolice mehr als 20.000€ Gesamtkapital heraus. Hier zeigt sich die Stärke einer Nettopolice.

Nun aber ein möglicher Nachteil, welcher sich aus einer solchen Beratung ergeben kann. Dieser Nachteil entsteht dadurch, dass die Honorare der Berater nicht gesetzlich festgelegt sind.

Eine einheitliche Gebührentabelle gibt es nicht. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich ein Berater bei einem Nettotarif einen saftigen Stundenlohn auszahlen lässt oder dem Kunden eine horrende pauschale Gebühr in Rechnung stellt.

 

Solch ein Fall ist uns vor ein paar Wochen unter die Augen gekommen. Ein Interessent bat uns um die Betreuung seiner Versicherungen. Das Vertrauen zu seinem Berater ist seit der Rechnungsstellung des Honorars, welches nicht im Vorfeld kommuniziert wurde, etwas geschwunden. Unser Interessent hat vor einiger Zeit eine ETF-Rentenversicherung in Form einer Nettopolice abgeschlossen.

Das Honorar des Beraters hatte es in diesem Fall in sich: Für ein Gespräch von ca. 60 Minuten und der Ausarbeitung des Vertrags von nochmals 60 Minuten hat dieser 3.500€ verlangt.

Die Begründung vom Berater, die uns der Interessent auf Nachfrage mitgeteilt hat:

„Wenn ich eine normale Versicherung als Brutto-Tarif abgeschlossen hätte, dann wären ebenfalls 3.500€ an Abschluss- und Vertriebskosten entstanden, so hast du die Kosten gleich zu Beginn weg und die Versicherung kann sich über den Zinseszinseffekt besser entwickeln“.

Dazu muss man wissen, dass der Berater das Honorar bei seiner Kalkulation nicht berücksichtigt hat, da es ja "gesondert" bezahlt wird und nicht dem Vertragsguthaben entnommen wird. Da haben wir nicht schlecht geschaut, so kreativ muss man erst einmal Argumentieren können.

Hier wurden Äpfel mit Birnen verglichen, denn natürlich wirkt der Zinseszins in der Rentenversicherung stärker aus, wenn man die Kosten separat betrachtet. Bei einer solchen Kalkulation sollte man immer die Kosten des Honorars mit den Kosten eines Bruttotarifs direkt vergleichen.

Wir finden, dass die Kosten des Honorars unserer Meinung nach gerechtfertigt sein sollten und keine Augenwischerei bei einer Gegenüberstellung Nettotarif vs. Bruttotarif entstehen darf.

Dies hat uns gezeigt, dass es auch im Bereich der Nettopolicen und damit einhergehender Honorarberatung große Unterschiede gibt.

Solltest du Interesse an einem Nettotarif haben, dann melde dich gerne telefonisch oder per Mail bei uns. Auch eine Online-Beratung funktioniert bei uns ohne Probleme, da wir die meisten unserer Kunden deutschlandweit betreuen. Wir kommunizieren die Kosten offen und können in den meisten Fällen bereits vorher einschätzen, wie hoch das Honorar ausfällt.

 

Für wen ist eine ETF-Rentenversicherung als Nettopolice geeignet?

Unserer Meinung nach ist eine ETF-Rentenversicherung (egal ob Nettopolice oder Bruttopolice) für diejenigen geeignet, die ihr Geld langfristig am Aktienmarkt investieren möchten und ihre Altersvorsorge nicht ausschließlich in Eigenregie gestalten wollen.

Schließt du deine ETF-Versicherung über einen Nettotarif ab, so hast du das ideale Instrument um den sogenannten Zinseszinseffekt für dich wirken zu lassen und du kannst zusätzlich von den zahlreichen Vorteilen einer ETF-Rentenversicherung im Versicherungsmantel profitieren. Eine ausführliche Schilderung, welche Vorteile entstehen, kannst du dir gerne in unserem separaten Beitrag durchlesen.

Dabei gehen wir im Allgemeinen auf die Vorteile und Nachteile einer ETF-Rentenversicherung ein und betrachten diese direkt mit dem Investment in einen ETF-Sparplan.

Auch gibt es bei der Nettopolice keine direkte Altersgrenze und es ist egal, ob du Student, Auszubildender, Angestellter oder selbstständig bist.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es sich in den meisten Fällen lohnt, wenn man sich für einen Nettotarif entscheidet. In unserer Beratung zeigen wir dir, wie der direkte Vergleich mit einem Tarif mit Abschluss- und Vertriebskosten aussehen kann. Gerne kannst du dir auch einen unserer Blog-Beiträge dazu durchlesen. Hier gehen wir auf das Beispiel einer Brutto- vs. Nettopolice ein.

Wovon raten wir ab: Jemandem, der in 4 Jahren in Rente gehen will, empfehlen wir aufgrund der Schwankungen am Aktienmarkt nur in seltenen Fällen eine Anlage in ETFs. Dazu kommt, dass sich bei sehr kurzen Laufzeiten nur selten ein Honorartarif lohnt, da hierbei die Abschluss- und Vertriebskosten teilweise geringer sind.

Die Anfragen, die wir aus ganz Deutschland erhalten, zeigen uns ebenfalls, dass sich mehr und mehr jüngere Personen (zwischen 25 und 35 Jahren) mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen und sich sehr viele für eine ETF-Rentenversicherung in Form einer Nettopolice interessieren. Das freut uns sehr, denn so gelingt sehr schnell ein angenehmer Austausch.

Fazit:

Wenn auch du dich für eine ETF-Rentenversicherung interessierst und diese als zusätzlichen Stützpfeiler für die Altersvorsorge abschließen möchtest, dann melde dich gerne bei uns.

Du kannst du frei entscheiden, ob eine Nettopolice oder ein Tarif mit Abschluss- und Vertriebskosten für dich die bessere Alternative darstellt.

Wir beraten dich in jedem Fall dahingehend und geben dir ehrliches Feedback, welche Variante für dich mehr Sinn ergibt.

Hinweis: Ein Vorwissen bzgl. Aktienmärte oder ETFs ist für die Inanspruchnahme unserer Beratung nicht notwendig. Egal wie hoch dein Wissenstand ist, wichtig ist, dass du ins Handeln kommst und dich mit der Thematik der privaten Altersvorsorge auseinandersetzt.

Schreibe uns gerne eine Mail, wenn dich das Thema ETF-Rentenversicherung interessiert und du dich hierzu unabhängig und transparent beraten lassen möchtest.

Wir beraten deutschlandweit und sind digital bestens aufgestellt. Deshalb macht es keinen Unterschied, ob du bei uns aus der Region kommst, oder aus einem ganz anderen Teil Deutschlands.

Wir freuen uns auf deine Anfrage!


Ganz wichtiger Hinweis zum Schluss:
Du solltest dir, wenn du dich mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigst, auch immer die Frage stellen, woher dein Geld für die Besparung der Verträge kommt. Vermutlich, wie bei einem Großteil der Menschen, aus deinem Arbeitseinkommen. Solltest du berufsunfähig werden, so bricht wohlmöglich dein Einkommen weg und somit auch deine Zahlungen für deine private Altersvorsorge.
Deshalb solltest du in jedem Fall den Schutz der Arbeitskraftabsicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung besitzen.

Solltest du bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, dann hoffentlich auch in angemessener Höhe. Im Beitrag "Wie hoch sollte die BU-Rente sein", sind wir auf das Thema eingegangen und haben aufgezeigt, wie hoch die tatsächlichen Aufwendungen der Altersvorsorge im Falle einer Berufsunfähigkeit sind.

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