
1. Warum “die beste Pferde-OP-Versicherung” die falsche Frage ist
Ich werde in meiner Beratung häufig gefragt: “Welche ist denn jetzt die beste Pferde-OP-Versicherung?” Meine Antwort darauf: Die gibt es so pauschal nicht. Genauso wenig, wie es das beste Auto oder den besten Sattel gibt. Es kommt immer darauf an, welche Anforderungen du an den Schutz stellst und worauf du im Ernstfall wirklich Wert legst.
Als Versicherungsmakler kann ich dir einen Großteil der am Markt verfügbaren Pferde-OP-Versicherungen vermitteln – darunter auch die sechs Anbieter, die ich dir in diesem Blogbeitrag im Detail vorstelle. Eine Ausnahme ist der Tarif von Schütz & Thies (Risikoträger: Baloise), den ich selbst nicht anbieten kann. Ich nehme ihn trotzdem mit in den Vergleich auf, weil er von einigen Pferdesportverbänden empfohlen wird und so ein vollständigeres Marktbild entsteht. Anbieter wie PETPROTECT (seit 2023 ebenfalls mit einer eigenen Pferde-OP-Versicherung am Markt) oder die Bayerische nehme ich dagegen bewusst nicht gesondert in den Vergleich auf: Beide nutzen im Hintergrund die Barmenia als Tarifgeber – inhaltlich bewegen sich diese Tarife also im Rahmen dessen, was ich hier für die Barmenia beschreibe, und genau diese kann ich dir als Makler auch direkt vermitteln.
Mit diesem Blogbeitrag möchte ich dir aus meiner langjährigen Erfahrung heraus eine Übersicht geben, was bei einer Pferde-OP-Versicherung wichtig ist und worauf du achten solltest. Diese Kriterien vergleiche ich mit dem, was Allianz, Barmenia (ADCURI), Uelzener, GHV, R+V und Schütz & Thies (Risikoträger Baloise) tatsächlich bieten. Natürlich könnte ich hier noch viel tiefer ins Detail gehen und wahrscheinlich zu jedem einzelnen Tarif noch etliche Seiten schreiben. Aber wenn ich wirklich jede Kleinigkeit und jedes Detail aufnehmen würde, wäre aus diesem Blogbeitrag am Ende wahrscheinlich ein Buch geworden. Deshalb konzentriere ich mich auf die Punkte, die aus meiner Sicht wirklich wichtig sind. Trotzdem kommen dabei schon eine Menge Informationen zusammen, die den einen oder anderen vielleicht sogar etwas überfordern können. Genau deshalb möchte ich dir am Ende meine persönliche Einschätzung und meine Empfehlungen mitgeben, damit du nicht nur mit vielen Informationen aus diesem Beitrag gehst, sondern auch eine Orientierung hast, welche Tarife ich für besonders empfehlenswert halte.
2. Die Versicherungssumme – warum unbegrenzt pro Jahr Gold wert ist
Der wichtigste Punkt zuerst: Achte auf eine möglichst unbegrenzte Erstattung pro Versicherungsjahr. Warum das so entscheidend ist, zeigt ein Beispiel aus der Praxis, das ich immer wieder erlebe: Eine Kolik-OP kostet im Normalfall zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Kommen aber ein komplizierter Befund, ein längerer Klinikaufenthalt und eine Behandlung außerhalb der regulären Sprechzeiten zusammen, sind 17.000 Euro und mehr keine Seltenheit – und es kann im ungünstigen Fall sogar zu mehreren Operationen innerhalb eines Jahres kommen.
Da es sich hier um einen Vergleich handelt, lohnt sich der Blick auf die höchsten Versicherungssummen der jeweils leistungsstärksten Tarife: Barmenia (Premium) und R+V (Premium sowie Exzellent) bieten eine unbegrenzte Jahreshöchstleistung, ebenso Allianz im Premium-Tarif und Schütz & Thies im Tarif Premium Plus. Die Uelzener und die GHV deckelt im Premium-Tarif bei maximal 50.000 Euro. Wichtig zu wissen: Gerade in den günstigeren Einstiegstarifen der jeweiligen Gesellschaften fallen diese Versicherungssummen häufig deutlich niedriger aus. Ein Tarif, der die Jahreshöchstleistung auf 7.500 Euro wie bei den Basistarifen der Allianz oder GHV oder 15.000 Euro (Basistarif Allianz, Komforttarif GHV) kappt, wirkt auf den ersten Blick günstig, lässt dich im Ernstfall aber auf einer erheblichen Differenz sitzen. Der Barmenia Basistarif deckelt die einzelne OP auf 2.500 Euro trotz ansonsten unbegrenzter Jahreshöchstleistung.
Selbst wenn ein Tarif insgesamt eine unbegrenzte Jahreshöchstleistung bietet, gelten für einzelne Operationsarten oder Zusatzleistungen häufig eigene, deutlich niedrigere Sublimits. Besonders wichtig ist das bei Gelenkoperationen infolge von OC, OCD oder Gelenkchips – jeder Pferdebesitzer weiß, dass solche Chip-Operationen zu den häufigsten Eingriffen überhaupt zählen und deshalb möglichst hoch, idealerweise unbegrenzt, versichert sein sollten. Hier zeigen sich zwischen den Tarifen teils drastische Unterschiede: Bei GHV sind diese Operationen im Basis- und Komfort-Tarif überhaupt nicht versichert, erst der Premium-Tarif deckt sie bis 1.500 Euro ab. Bei Barmenia gilt Gleiches im Basis-Tarif (nicht versichert), im Top-Tarif sind es 1.500 Euro je OP, erst im Premium-Tarif ist die Leistung unbegrenzt. Bei Schütz & Thies ist die Leistung im Basis-Tarif ebenfalls ausgeschlossen, im Premium-Tarif auf 500 Euro und erst im Premium-Plus-Tarif auf 1.500 Euro je Versicherungsfall begrenzt. Besonders krass fällt der Unterschied bei R+V aus: Chip-Operationen und OCD sind dort in den Tarifen Basis und Premium überhaupt nicht mitversichert – erst im teuersten Tarif “Exzellent” sind sie eingeschlossen, dafür dort unbegrenzt.
Auch bei anderen Leistungsbausteinen zeigen sich innerhalb einzelner Gesellschaften deutliche Unterschiede zwischen den Tarifstufen: Bei GHV sind Laborkosten und bildgebende Verfahren im Basis- und Komfort-Tarif spürbar enger begrenzt als im Premium-Tarif. Bei der Allianz sind Zahn- und Kieferoperationen im Basis-Tarif gar nicht versichert. Bei R+V gelten in Basis und Premium für viele Operationsarten einzelne, vergleichsweise niedrige Sublimits, während im Tarif Exzellent nahezu alles unbegrenzt abgedeckt ist. Und bei Schütz & Thies sind zahlreiche Behandlungen, z.B. Fesselringband-, Tumoroperationen oder Zahnextraktionen, im Basistarif und selbst im Premium-Tarif noch einige Operationen nicht mitversichert sind, sondern erst im Premium-Plus-Tarif. Genau deshalb rate ich meinen Kunden fast immer zu einer Variante ohne Jahreshöchstgrenze und zu den jeweils leistungsstärksten Tarifen.
3. Der GOT-Satz – warum der vierfache Satz kein Luxus ist
Hier wird es aus meiner Sicht am spannendsten und gleichzeitig am häufigsten unterschätzt. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) legt einen Gebührenrahmen fest, den der Tierarzt je nach Aufwand und Uhrzeit abrechnen darf. Wichtig zu wissen: Über den vierfachen Satz hinaus darf grundsätzlich kein Tierarzt abrechnen – das ist die gesetzliche Obergrenze der GOT. Diesen erhöhten vierfachen Satz darf der Tierarzt aber nur verlangen, wenn die Behandlung im tierärztlichen Notdienst stattfindet – also nachts, am Wochenende oder an Feiertagen außerhalb der regulären Sprechzeiten. Im normalen Praxisalltag reicht in aller Regel der ein- bis zweifache Satz aus, um die Leistung angemessen abzudecken.
Das Problem: Eine Kolik kommt selten pünktlich zur Sprechstunde. Findet die Notoperation am Wochenende oder mitten in der Nacht statt, kann der Tierarzt entsprechend mit dem höheren Satz abrechnen.
So sieht es bei den sechs Anbietern konkret aus:
- Uelzener und R+V gehen hier am weitesten: Beide erstatten unabhängig vom berechneten GOT-Satz – sie zahlen also faktisch bis zur gesetzlichen Obergrenze der GOT, ohne eine eigene, niedrigere vertragliche Grenze zu setzen.
- Barmenia und GHV erstatten jeweils im Premium-Tarif bis zum zweifachen Satz und im Notdienst bis zum vierfachen Satz. In den günstigeren Basis- und mittleren Tarifen bleibt es dagegen durchgängig beim zweifachen Satz, auch im Notdienst.
- Allianz und Schütz & Thies (Baloise) bleiben dagegen in allen Tarifstufen durchgängig beim zweifachen Satz – auch im Notdienst gibt es hier keine Erhöhung.
Glücklicherweise zahlen immer mehr Tier-OP-Versicherungen in Notfällen den vierfachen Satz. Es gibt aber immer noch einige Versicherer, die wohl der Meinung sind, der zweifache Satz würde vollkommen ausreichen. Dass diese Auffassung nach meiner Meinung überholt ist, sieht man schon an der jüngsten Mitteilung vom Juli 2026 der Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH), die Klagen und EU-Beschwerden gegen die GOT vornehmen will. So heißt es u.a. sinngemäß: „So würden die Auslegungen zur Nutzung des Spielraums im Notdienst zwischen dem zweifachen und vierfachen Gebührensatz, von den Tierärzten immer großzügiger zu ihren Gunsten ausgelegt.” Spätestens hier sollte jedem Eigentümer bewusst sein, dass zukünftig der zweifache Gebührensatz im Notdienst eine riesige finanzielle Falle werden kann.
4. Was zählt als “Operation” – und was nicht?
Ein Punkt, der in kaum in einem Blogbeitrag ausführlich erklärt wird, aber enorm wichtig ist: Was genau versteht der Versicherer unter einer “Operation”? Über praktisch alle sechs Anbieter hinweg gilt dabei ein gemeinsamer Mindeststandard: Als Operation zählt ein chirurgischer Eingriff unter Voll- oder Teilnarkose, Sedierung, Lokalanästhesie oder Standnarkose, bei dem die Haut (und/oder meist auch das darunterliegende Gewebe) mehr als punktförmig durchtrennt wird. Reine Nadeleinstiche wie Biopsien oder Punktionen erfüllen diese Definition nicht und sind deshalb bei allen Anbietern grundsätzlich nicht als Operation versichert. Das Gleiche gilt für eine Endoskopie ohne begleitenden Hautschnitt – auch sie zählt häufig nicht als versicherte Operation.
Über diesen Mindeststandard hinaus gibt es aber teils Unterschiede: Beim GHV Premium Tarif ist die Arthroskopie ausdrücklich versichert. Die R+V schließt dagegen im leistungsstärksten Tarif “Exzellent” die Endoskopie an Brust- und Bauchhöhle, an Sehnen und Sehnenscheiden sowie am Harn- und Geschlechtstrakt ausdrücklich mit ein. Bei Schütz & Thies ist immerhin die Endoskopie an Sehnen und Sehnenscheiden ausdrücklich mitversichert. Die Uelzener zahlt minimalinvasive Operationen wenn sie den chirurgischen Eingriff durch einen einmaligen Eingriff ersetzen. Die Allianz zahlt bei Laserchirurgie ohne Hautschnitt sofern Gewebe gezielt geschnitten, abgetragen, verdampft oder kauterisiert wird. Bei der Barmenia zählt in der Regel der Abtrag von Gewebe bei einer Laserbehandlung als „Hautschnitt“. Es empfiehlt sich immer bei teuren planbaren Operationen einen Kostenvoranschlag einzureichen um festzustellen welche Leistungen übernommen werden.
Über diesen Mindeststandard hinaus zahlen alle sechs Anbieter zudem das Vernähen einer Wundnaht sowie Zahnextraktionen und Wurzelbehandlungen. Nicht dazu zählt allerdings die reine Zahnreinigung bzw. das Einschleifen der Zähne (Zähne raspeln) und i.d.R. Zahnersatz, wo z.B. heutzutage durch 3D-Druck Zahnimplantate erstellt werden können.
Die GHV und Schütz & Thies arbeiteten zusätzlich mit einer festen, sortierten Liste konkret benannter Operationen, die R+V führt 7 Bereiche auf die versichert sind, zum Beispiel Kolikoperationen, Operationen an Bauch- und Brusthöhle. Den umfangreichsten Leistungsschutz enthalten nur die leistungsstärksten Tarife, GHV Premium, Schütz & Thies Premium Plus und R+V Exzellent. Auch hier zeigt sich einer der Gründe, warum ich meinen Kunden in aller Regel zu den leistungsstärksten Tarifen der jeweiligen Gesellschaft rate: In den günstigeren Einstiegstarifen ist der OP-Begriff häufig enger gefasst oder auf eine begrenzte Liste von Eingriffen beschränkt.
Diagnostik
Ein wichtiger Baustein ist die Diagnostik rund um die Operation. Alle 6 Versicherer erstatten Kosten der Untersuchung, die zur Feststellung der Diagnose geführt hat, also Vorbericht, klinische Untersuchung sowie spezielle Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Labor, sofern sie im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Operation stehen. Allianz, GHV, Schütz & Thies begrenzen dies konkret auf den letzten Untersuchungstag vor der Operation, bei der Uelzener zählen die letzten drei Tage und Barmenia und R+V haben die kundenfreundlichste Regelung, keine Begrenzung der Untersuchungstage die zur Operation nötig waren. Wichtig: Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT werden bei mehreren Anbietern zusätzlich mit einem eigenen Sublimits versehen, siehe dazu auch die Einschränkungen bei GHV im Basis- und Komfort-Tarif weiter oben. Endoskopie zu Diagnosezwecken wird i.d.R. auch bezahlt. Ausnahme die Uelzener, GHV und R + V schließen es explizit aus. Wichtig ist, das Diagnostik nur bezahlt wird, wenn es zu einer Operation kommt.
5. Der Nachbehandlungszeitraum
Mit der OP selbst ist es oft nicht getan. Nachsorge, Medikamente und die stationäre Unterbringung nach dem Eingriff können sich über Tage oder Wochen hinziehen. Hier ist die Spannbreite zwischen den Anbietern zumindest in den leistungsstärksten Tarifen bis auf wenige Tage einheitlich. Der leistungsstärkste Tarif von Schütz & Thies fällt hier mit 10 Tagen etwas ab. Natürlich reichen für manche komplizierte Operationen die Zeiträume nicht aus, aber leider gibt es keinen Anbieter auf dem deutschen Markt der hier länger leistet.
- Uelzener: bis zu 17 Kalendertage (alle Tarife gleich)
- R+V: 15 Tage (alle drei Tarife gleich)
- GHV: 3 / 9 / 15 Tage je nach Tarif
- Barmenia: 7 / 10 / 14 Tage je nach Tarif
- Allianz: bis 10 Tage (Basis/Smart) bzw. bis 15 Tage (Komfort/Premium)
- Schütz & Thies: 3 / 7 / 10 Tage je nach Tarif
Stationäre Unterbringungskosten im Nachbehandlungszeitraum werden von Allianz, Barmenia Premium Tarif, GHV, R + V und Uelzener unbegrenzt übernommen. Bei GHV und Schütz & Thies gibt es beim jeweiligen Basistarif keine Leistung, GHV Komfort max. 15 Euro tägl., GHV Premium max. 35 Euro tägl., Schütz & Thies Premium pauschal 25 Euro tägl., Premium Plus pauschal 35 Euro tägl..
Sublimits im Rahmen der Nachbehandlung
Innerhalb des Nachbehandlungszeitraums gelten für einzelne Leistungsbausteine oft eigene, engere Grenzen, auch das lohnt einen genauen Blick. Besonders häufig betrifft das regenerative Therapien wie Stammzellbehandlungen, PRP- oder IRAP-Injektionen, die zur Nachbehandlung eingesetzt werden.
Bei Allianz reicht die Spanne von 1.500 Euro (Smart) bis 5.000 Euro (Premium), bei GHV von 750 Euro (Komfort) bis 1.500 Euro (Premium), bei Barmenia liegt sie bei 500 bis 1.000 Euro, bei Uelzener sind es pauschal 3.000 Euro über den separaten Reha-Baustein (mit 20 % Selbstbeteiligung), bei Schütz & Thies 500 bis 1.500 Euro. R+V geht hier einen anderen Weg: Statt eines separaten Sublimit-Betrags sind regenerative Behandlungen einfach im Rahmen des allgemeinen Nachbehandlungszeitraums von 15 Tagen nach der Operation mitversichert, ohne eigene Betragsgrenze.
6. Ausschlüsse – das Kleingedruckte, das über den Ernstfall entscheidet
Der gleiche Grundsatz wie beim OP-Begriff gilt auch für die Ausschlüsse: In den günstigeren Tarifen der jeweiligen Gesellschaft sind bestimmte Operationsarten häufig gar nicht oder nur mit deutlich niedrigeren Sublimits versichert. Besonders deutlich wird das bei R+V: Während der Tarif “Exzellent” praktisch jede Operationsart unbegrenzt abdeckt, sind im günstigen Basis-Tarif viele Operationsarten – etwa Zahn- und Kieferoperationen, Tumorentfernungen oder unfallbedingte Sehnenrisse – jeweils einzeln auf gerade einmal 500 Euro gedeckelt.
Ein Beispiel, das ich besonders wichtig finde, sind Augenoperationen. Diese können schnell richtig teuer werden und genau deshalb würde ich bei diesem Punkt etwas genauer hinschauen. Bei der GHV und bei Schütz & Thies ist die Augen-OP im Basistarif nicht versichert. Im GHV Komfort-Tarif und auch im leistungsstärksten Premium-Tarif ist sie zwar mitversichert, allerdings jeweils auf maximal 15.000 Euro je Versicherungsjahr begrenzt. Bei Schütz & Thies sind Augenoperationen im Premium-Tarif bis maximal 15.000 Euro und im Premium-Plus-Tarif bis maximal 20.000 Euro versichert – jeweils über einen Zeitraum von 18 Monaten.
Das ist für mich schon ein deutlicher Unterschied zu diesen vier Versicherungstarifen in meinem Vergleich: Barmenia Premium, R+V sowie der Allianz Premium Tarif übernehmen Augenoperationen in ihren Tarifen unbegrenzt. Uelzener bis zur Versicherungssumme maximal 50.000 Euro. Gerade wenn man bedenkt, dass eine komplizierte Augenoperation durchaus einmal 20.000 Euro oder mehr kosten kann, würde ich persönlich bei einer Versicherung nicht unbedingt mit jedem Sublimit leben wollen.
Auch Kopper ist bei einigen Versicherungen ausgeschlossen, unter anderem bei Allianz, R+V und Schütz & Thies. Bei der GHV in den Tarifen Basis und Komfort.
Es gibt noch weitere Ausschlüsse und Einschränkungen bei den einzelnen Versicherungen und Tarifen. Deshalb empfehle ich immer, die Versicherungsbedingungen genau zu studieren.
Es gibt noch weitere Ausschlüsse und Einschränkungen bei den einzelnen Versicherungen und Tarifen. Wie bereits weiter vorne unter Punkt 3 „Was zählt als Operation?“ beschrieben, sind die Bedingungen bei GHV, Schütz & Thies und R+V so aufgebaut, dass die versicherten Operationen bei GHV und Schütz & Thies in umfangreichen Listen und bei der R+V in verschiedenen Bereichen aufgeführt werden. Dadurch ist es schwieriger zu erkennen, welche Operationen nicht aufgeführt und damit nicht versichert sind.
Über alle sechs Versicherer hinweg finden sich diese Ausschlüsse dagegen praktisch immer, unabhängig von der Tarifstufe:
- Vorerkrankungen, die bei Vertragsabschluss bereits bekannt waren
- Kriegsereignisse, innere Unruhen, Erdbeben, Überschwemmung, Kernenergie
- Vorsätzliche Herbeiführung des Schadens
- Reine Routine-, Vorsorge- oder freiwillige Untersuchungen ohne Krankheits- oder Unfallbezug
- Erstellung von Gesundheitszeugnissen und Gutachten
- Schönheitsoperationen
- Diät- und Ergänzungsfuttermittel, Ausnahme Uelzener zahlt Ergänzungsfuttermittel
- Wege-, Verweilgeld und Reisekosten des behandelnden Tierarztes. Ausnahme GHV bei Transportunfähigkeit des Pferdes, bis zum dreifachen Gebührensatz.
- Transportkosten des Pferdes
- Hufbeschlag und Hufabzesse
- Kryptorchismus (außer bei Uelzener nach einer Wartezeit von 1 Jahr versichert)
7. Wartezeiten
Die meisten Versicherer verlangen eine allgemeine Wartezeit von zwei bis drei Monaten, bevor der Schutz bei Krankheiten greift (Uelzener: 2 Monate, alle anderen: 3 Monate). Bei Unfällen entfällt diese Wartezeit in der Regel komplett, mit einer Ausnahme: Bei R+V entfällt die Unfall-Wartezeit nur im teuersten Tarif “Exzellent”, in “Premium” und “Basis” gilt auch bei Unfällen die reguläre 3-Monats-Wartezeit.
Bei Kolik-Operationen gibt es branchenweit deutlich kürzere Sonderregelungen – meist 5 Tage (Allianz, Barmenia, Uelzener, R+V), bei GHV und Schütz & Thies 7 Tage. Für Gelenkoperationen bei OCD, Chips oder Birkelandfrakturen verlangen alle Anbieter eine deutlich längere Wartezeit von 12 Monaten, außer Allianz 3 Monate.
Und weil es ja immer noch weitere Ausnahmen geben muss hat die GHV für Laborkosten eine Wartezeit von 6 Monaten. Die Uelzener hat eine verlängerte Wartezeit von einem Jahr auch bei Operationen infolge des Kryptorchismus (versteckte Hoden) und Operationen infolge der Umbilicalhernie (Nabelbruch).
Wartezeitenanrechnung gibt es bei direkten Wechsel aus einem gleichwertigen Tarif einer Vorversicherung bei der Allianz, Barmenia, Uelzener und Schütz & Thies.
8. Geltungsbereich – was gilt bei einem Auslandsaufenthalt?
Wer mit seinem Pferd auch einmal ins Ausland reisen möchte, sollte einen Blick auf den Geltungsbereich des Tarifs werfen. Alle hier betrachteten Gesellschaften leisten zumindest für einen begrenzten Aufenthalt im europäischen Ausland. Die Unterschiede liegen vor allem darin, wie lange und in welchen Ländern der Versicherungsschutz gilt.
- Schütz & Thies: vorübergehender Auslandsaufenthalt bis zu 6 Monate weltweit
- Barmenia und Uelzener: vorübergehender Auslandsaufenthalt bis zu 12 Monate weltweit
- R+V: Basis und Premium europaweit, Exzellent weltweit
- Allianz: vorübergehender Auslandsaufenthalt bis zu 12 Monate im Europäischen Wirtschaftsraum, der Schweiz und im Vereinigten Königreich
- GHV: vorübergehender Auslandsaufenthalt bis zu 12 Monate in Europa sowie der Schweiz und Norwegen
Wer sein Pferd regelmäßig mit ins Ausland nimmt oder längere Aufenthalte plant, sollte diesen Punkt daher unbedingt vor Abschluss prüfen. Gerade bei Reisen außerhalb Europas kann ein weltweiter Geltungsbereich einen wichtigen Unterschied machen.
9. Beiträge – wie hoch sind die Kosten?
Wenn du bis hierhin meinen Blogbeitrag gelesen hast, möchtest du jetzt sicherlich auch noch wissen: Was kostet mich das Ganze eigentlich?
Ganz so einfach ist die Frage allerdings nicht zu beantworten, denn die Beiträge werden bei den Versicherern unterschiedlich berechnet. Bei GHV, Schütz & Thies und bei der Barmenia bis zu einem Eintrittsalter von 15 Jahren spielen Alter, Rasse, Geschlecht und Postleitzahl für den Beitrag keine Rolle. Bei den anderen Anbietern können diese Faktoren den Preis beeinflussen. Dazu kommen je nach Versicherung noch die Nutzung, die Versicherungssumme und die Laufzeit.
Damit du trotzdem einen guten Überblick bekommst, habe ich die Beiträge der einzelnen Tarife hier für dich zusammengestellt:
Bei der Allianz gibt es Selbstbeteiligungsvarianten, die ich in der Tabelle nicht zusätzlich ausweise. Diese liegen bei 10 Prozent, maximal 1.500 Euro, oder 20 Prozent, maximal 3.000 Euro. Die Begrenzungen gelten jeweils pro eingereichter Rechnung. Gerade wenn mehrere Operationen innerhalb eines Jahres notwendig werden, kann dadurch eine erhebliche finanzielle Belastung entstehen.
Noch ein wichtiger Punkt: Ich gehe davon aus, dass alle Versicherer ihre Beiträge in Zukunft weiter anpassen werden, wenn die Kosten für die versicherten Leistungen dauerhaft höher sind als die eingenommenen Beiträge. Dass es zu solchen Beitragserhöhungen kommt, halte ich für ein sehr wahrscheinliches Szenario.
Wenn du beim Beitrag sparen möchtest, ohne die versicherten Leistungen zu reduzieren, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Zahlweise. Bei Barmenia, Allianz sowie Schütz & Thies gibt es bei jährlicher Zahlweise einen Rabatt.
10. Meine Empfehlungen
Die „beste“ Pferde-OP-Versicherung gibt es auch für mich nicht. Welcher Tarif am besten passt, hängt immer davon ab, was dir wichtig ist, wie viel du monatlich ausgeben möchtest und natürlich auch davon, welches Pferd du versichern möchtest.
Grundsätzlich halte ich es aber für sinnvoll, sich bei einer Pferde-OP-Versicherung nicht unbedingt für den günstigsten Tarif zu entscheiden, sondern für einen leistungsstarken Tarif. Denn was nützt mir eine günstige Versicherung, wenn ausgerechnet die Operationen, die bei Pferden häufiger vorkommen und gleichzeitig richtig teuer werden können, im Tarif ausgeschlossen oder nur mit einem niedrigen Sublimit versichert sind? Dann ist der günstige Beitrag schnell relativiert, wenn es tatsächlich einmal zum Ernstfall kommt.
Allerdings möchte ich auch eines ganz klar sagen: Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch bei den leistungsstärksten Tarifen nicht. Jeder Tarif hat irgendwo seinen Haken. Entscheidend ist für mich deshalb, welche Einschränkungen wirklich relevant sind und mit welchen Schwächen man aus meiner Sicht gut leben kann.
10.1 Allianz und Schütz & Thies
Beginnen möchte ich mit den Tarifen, die ich aktuell nicht empfehlen würde: Allianz und Schütz & Thies.
Der Grund ist für mich ganz klar der zweifache GOT-Satz. Beide Versicherer bleiben auch im Notdienst bei der Erstattung auf den zweifachen Satz begrenzt. Ich gehe davon aus, dass diese Begrenzung in Zukunft immer häufiger zu einem Problem werden kann. Gerade bei komplizierten Operationen und im Notdienst können dadurch erhebliche finanzielle Risiken entstehen.
Und das finde ich bei einer OP-Versicherung, die gerade die großen finanziellen Risiken eines Pferdehalters abfangen soll, problematisch.
Dabei möchte ich ausdrücklich sagen: Der Premium-Plus-Tarif von Schütz & Thies ist preis- leistungstechnisch eigentlich ein sehr guter Tarif. Würde es diese Begrenzung beim GOT-Satz nicht geben, würde meine Bewertung deutlich anders ausfallen. Ich gehe deshalb auch davon aus, dass sowohl Allianz als auch Schütz & Thies ihre Tarife in diesem Punkt zukünftig verbessern werden.
10.2 Barmenia – einer meiner persönlichen Favoriten
Die Barmenia gehört für mich zu den Tarifen, die ich besonders interessant finde – vor allem wegen des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Auch viele meiner Kunden entscheiden sich in der Beratung letztlich für den Barmenia-Tarif, weil er aus meiner Sicht eine sehr gute Kombination aus Leistung und Beitrag bietet.
Warum? Der Tarif hat aus meiner Sicht im Verhältnis zu den anderen Tarifen nur relativ wenige relevante Ausschlüsse und Leistungseinschränkungen. Dazu kommt eine unbegrenzte Versicherungssumme, was für mich bei einer Pferde-OP-Versicherung ein ganz entscheidender Vorteil ist.
Auch beim GOT-Satz ist der Tarif gut aufgestellt: Im Notdienst wird bis zum vierfachen GOT-Satz erstattet. Damit ist für mich eine der wichtigsten Voraussetzungen erfüllt.
Natürlich hat auch der Barmenia Premium-Tarif einen Haken. Bei den regenerativen Therapien ist die Leistung auf 1.000 Euro begrenzt. Damit kann ich aber persönlich deutlich besser leben als mit vielen anderen Einschränkungen, die ich bei anderen Tarifen finde.
Außerhalb des Notdienstes erstattet die Barmenia allerdings nur bis zum zweifachen GOT-Satz. Damit kommt man in der Regel gut zurecht. Wer aber wirklich auf Nummer sicher gehen möchte und auch das Risiko absichern will, dass eine komplizierte Operation einmal außerhalb des Notdienstes mit einem höheren Satz abgerechnet wird, für den gibt es Alternativen.
10.3 R+V – wenn du wegen der GOT sichergehen willst
Bei der R+V ist für mich eigentlich nur der Exzellent-Tarif wirklich interessant. Die beiden anderen Tarife, Basis und Premium, sind aus meiner Sicht im Leistungsumfang zu schwach, um sie im direkten Vergleich mit den anderen leistungsstarken Tarifen zu empfehlen.
Der Exzellent-Tarif geht dafür beim GOT-Satz einen entscheidenden Schritt weiter: Die R+V erstattet unabhängig vom berechneten GOT-Satz. Damit gibt es hier keine eigene vertragliche Begrenzung auf den zwei-, drei- oder vierfachen Satz.
Mein Favorit bei der R+V ist deshalb ganz klar der Exzellent-Tarif, wenn du beim Thema GOT und unbegrenzte Versicherungssumme wirklich auf Nummer sicher gehen möchtest. Der hat allerdings auch seinen Preis. In unserem Beitragsbeispiel liegt er bei rund 103 Euro monatlich bei dreijähriger Laufzeit und damit etwa 23 Euro im Monat über dem Barmenia Premium-Tarif. Außerdem hat auch die R+V Schattenseiten, wie z.B. das die angeborenen Fehlentwicklungen grundsätzlich nicht versichert sind, auch wenn Sie bei Antragstellung nicht bekannt waren. Auch die häufiger vorkommenden Kehlkopfpfeiffer- und Kopperoperationen werden nicht übernommen. Bei diesen Operationen und bei Antragstellung unbekannter Fehlentwicklungen (außer Kryptorchismus) leistet z.B. der Barmenia Premium Tarif nach Ablauf der jeweiligen Wartezeiten.
Für mich ist der R+V Excellent-Tarif deshalb ein Tarif für diejenigen, die sagen: „Ich möchte möglichst wenig Kompromisse bei der Gebührenordnung der Tierärzte und bin bereit, dafür etwas mehr zu bezahlen.“
10.4 Uelzener – der Pionier mit sehr gutem Schutz
Auch die Uelzener erstattet beim GOT-Satz unabhängig vom berechneten GOT-Satz – genauso wie die R+V. Damit gibt es auch hier keine eigene vertragliche Begrenzung auf den zwei-, drei- oder vierfachen Satz. Gerade wenn du beim Thema GOT möglichst wenig Risiko eingehen möchtest, ist das für dich eine Alternative.
Die Uelzener gehört für mich ebenfalls zu den empfehlenswerten Tarifen. Sie ist ein Pionier im Bereich der Tierkrankenversicherung in Deutschland und bietet einen insgesamt sehr guten Schutz.
Ein weiterer Vorteil ist für mich unter anderem, dass bei Vorerkrankungen nicht automatisch eine Ablehnung erfolgen muss, sondern eine individuelle Prüfung möglich ist. Das kann gerade bei Pferden interessant sein, bei denen bereits etwas in der Krankengeschichte steht. Natürlich kann eine solche Prüfung auch zu einem Ausschluss der Erkrankung oder zu einem Risikozuschlag führen – aber zumindest wird der Einzelfall betrachtet.
Die Uelzener hat allerdings eine Begrenzung der Versicherungssumme auf maximal 50.000 Euro pro Versicherungsjahr. Für die meisten Fälle dürfte das sicherlich ausreichen, eine unbegrenzte Versicherungssumme ist mir persönlich aber lieber.
Den Zusatzbaustein Reha würde ich bei der Uelzener dringend empfehlen. Ohne diesen Baustein sind beispielsweise regenerative Leistungen im Grundtarif nicht versichert. Mit dem Reha-Baustein stehen dafür bis zu 3.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Allerdings sollte man auch hier genau hinschauen: Es gibt eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent je Leistungsfall.
In unserem Beitragsbeispiel kostet die Uelzener mit 50.000 Euro Versicherungssumme, Reha-Baustein und dreijähriger Laufzeit für einen acht Monate alten Hannoveraner aus der PLZ 49152 Bad Essen bei Nutzung als Reitpferd 118,71 Euro monatlich ohne Selbstbeteiligung.
Damit ist die Uelzener in unserem Beispiel teurer als der R+V Exzellent-Tarif. Es gibt Pferde-Rassen die deutlich günstiger sind, wie z.B. ein Pony. Unter den gleichen Parametern wie beim Hannoveraner kostet das Pony 81,75 Euro monatlich. Stuten sind i.d.R. auch günstiger als Hengste. Deshalb lohnt sich eine Berechnung des Beitrages. Wenn dir die Versicherungssumme von 50.000 Euro ausreicht, ist die Uelzener dann aus meiner Sicht eine interessante Alternative zur R+V.
10.5 GHV – gut, aber mit einigen Kompromissen
Der leistungsstärkste Tarif der GHV, also der Premium-Tarif, ist für mich ebenfalls eine Möglichkeit. Preislich liegt er nur ungefähr 4 Euro monatlich unter dem Barmenia Premium-Tarif. Das ist kein großer Unterschied.
Die GHV hat allerdings einige Punkte, die mich im direkten Vergleich etwas stören. Die Versicherungssumme ist auf 50.000 Euro begrenzt.
Dazu kommen einige Sublimits, unter anderem bei bildgebenden Verfahren wie Röntgen und MRT. Besonders kritisch sehe ich aber die Begrenzung bei Augenoperationen. Diese sind im Premium-Tarif auf maximal 15.000 Euro je Versicherungsjahr begrenzt. Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, können gerade Augenoperationen richtig teuer werden. 15.000 Euro sind dann schnell einmal ausgeschöpft.
Wenn du wirklich auf jeden Euro achten musst und trotzdem einen leistungsstärkeren Tarif möchtest, kann die GHV Premium aber durchaus eine Alternative sein. Für mich persönlich ist der geringe Preisunterschied zur Barmenia allerdings kein ausreichender Grund, die zusätzlichen Einschränkungen in Kauf zu nehmen.
10.6 Mein Fazit
Wie der Vergleich zeigt, gibt es auch bei den leistungsstärksten Tarifen der jeweiligen Anbieter Unterschiede beim Versicherungsschutz. Den perfekten Tarif, der in allen Bereichen die besten Leistungen bietet, gibt es daher nicht. Bei der Auswahl muss letztlich immer der eine oder andere Kompromiss eingegangen werden.
Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, dass ihr diese Unterschiede und möglichen Einschränkungen kennt, bevor ihr euch für einen Tarif entscheidet.
Wer noch mehr absichern möchte und sich wünscht, dass neben Operationen auch Behandlungen mitversichert sind, für den ist eine Pferde-Krankenversicherung interessant, allerdings sind leistungsstarke Tarife mit rund 500 Euro monatlich und mehr für viele Pferdebesitzer finanziell einfach nicht darstellbar.
Wenn du dich für einen der Operations-Tarife entscheidest, kannst du die Versicherungen über die jeweiligen Links direkt online abschließen – mit Ausnahme der R+V-Tarife. Wenn du dich für die R+V interessierst, schreib mir einfach eine E-Mail.
Und wenn du bei der Auswahl unsicher bist, musst du dich natürlich auch nicht allein durch die Versicherungsbedingungen kämpfen. Wir beraten dich gerne persönlich – telefonisch, per Videocall oder per E-Mail – und schauen gemeinsam, welcher Schutz zu deinem Pferd und zu deinen Vorstellungen passt.