Ist eine Katzenkrankenversicherung sinnvoll

Veröffentlicht
27.01.2026

1. Darauf solltest Du bei der Tarifwahl unbedingt achten

Wer eine Katze hat, weiß, sie ist weit mehr als nur ein Haustier. Sie gehört zur Familie. Umso größer ist die Sorge, wenn sie plötzlich krank wird oder nach einem Unfall dringend operiert werden muss. Neben der Angst um das geliebte Tier stellt sich dann oft eine weitere Frage.

Wie sollen die teilweise hohen Tierarztkosten bezahlt werden?

Spätestens seit der neuen Gebührenordnung für Tierärzte können selbst vermeintlich einfache Behandlungen mehrere hundert Euro kosten. Kommt eine Operation oder ein längerer Klinikaufenthalt hinzu, sind Rechnungen von mehreren tausend Euro heute keine Seltenheit mehr.

Genau deshalb beschäftigen sich immer mehr Katzenhalter mit einer Katzenkrankenversicherung.

Wer beginnt, die verschiedenen Tarife miteinander zu vergleichen, merkt jedoch schnell, dass die Unterschiede teilweise erheblich sind. Manche Versicherungen werben mit günstigen Beiträgen, bieten im Leistungsfall aber deutlich weniger Schutz als zunächst erwartet. Andere Tarife erscheinen auf den ersten Blick etwas teurer, überzeugen dafür mit Leistungen, die im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen können.

Ich bin Ralf Gerkepott und berate als unabhängiger Versicherungsmakler seit vielen Jahren Katzenhalter rund um das Thema Katzenkrankenversicherung. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Tarife analysiert, Versicherungsbedingungen bis ins Detail verglichen und viele Leistungsfälle begleitet. Genau diese Erfahrungen fließen in diesen Ratgeber ein und helfen Dir dabei, die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifen besser zu verstehen.

Dabei stelle ich immer wieder fest, dass Katzenhalter häufig dieselben Fragen beschäftigen.

  • Ist eine Katzenkrankenversicherung überhaupt sinnvoll?
  • Welche Leistungen sind wirklich wichtig?
  • Worauf solltest Du bei der Tarifwahl besonders achten?
  • Und woran erkennst Du eine wirklich leistungsstarke Katzenkrankenversicherung?

Genau diese Fragen beantworte ich Dir in diesem Ratgeber verständlich, ehrlich und aus der täglichen Praxis eines unabhängigen Versicherungsmaklers.

Ich verzichte bewusst auf kompliziertes Versicherungsdeutsch und erkläre Dir die wichtigsten Leistungsunterschiede so, wie ich sie auch meinen Kunden in einem persönlichen Beratungsgespräch erkläre.

Nach dem Lesen wirst Du wissen,

  • wann eine Katzenkrankenversicherung sinnvoll sein kann,
  • welche Leistungsmerkmale wirklich entscheidend sind,
  • welche Fehler viele Katzenhalter bei der Tarifwahl machen,
  • und welche Tarife ich nach meiner Erfahrung für besonders empfehlenswert halte.

Mein Ziel ist nicht, Dir irgendeine Versicherung zu verkaufen. Ich möchte Dir das Wissen vermitteln, mit dem Du selbst eine fundierte Entscheidung für Deine Katze treffen kannst. Denn der wahre Wert einer Katzenkrankenversicherung zeigt sich meist erst dann, wenn sie wirklich gebraucht wird.

1.2 Warum eine Katzenkrankenversicherung sinnvoll sein kann

Viele Katzenhalter beschäftigen sich erst dann mit einer Katzenkrankenversicherung, wenn ihre Katze bereits krank ist.

Dann ist es leider oft zu spät.

Gerade moderne Diagnoseverfahren, Operationen oder ein stationärer Aufenthalt in einer Tierklinik können schnell mehrere tausend Euro kosten. Hinzu kommt, dass die Kosten für tierärztliche Behandlungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

Muss eine Katze nach einem Unfall operiert werden oder an einer schweren Erkrankung behandelt werden, stehen viele Katzenhalter plötzlich vor einer schwierigen Entscheidung.

Soll die notwendige Behandlung durchgeführt werden oder übersteigen die Kosten das eigene Budget?

Genau diese finanzielle Belastung kann eine leistungsstarke Katzenkrankenversicherung deutlich reduzieren.

Sie nimmt Dir zwar nicht die Sorge um Deine Katze, kann aber verhindern, dass finanzielle Überlegungen darüber entscheiden, welche Behandlung möglich ist.

1.3 Für wen lohnt sich eine Katzenkrankenversicherung

Eine pauschale Antwort gibt es auch hier nicht.

Aus meiner Sicht ist eine Katzenkrankenversicherung jedoch besonders sinnvoll,

  • wenn Du hohe Tierarztkosten nicht ohne Weiteres aus eigenen Rücklagen bezahlen könntest,
  • wenn Du Deiner Katze im Ernstfall alle medizinisch sinnvollen Behandlungsmöglichkeiten offenhalten möchtest,
  • oder wenn Du lieber einen planbaren monatlichen Beitrag zahlst, statt plötzlich mehrere tausend Euro aufbringen zu müssen.

Gerade bei jungen und gesunden Katzen ist der Abschluss häufig besonders unkompliziert. Außerdem ist die Auswahl leistungsstarker Tarife meist noch größer.

1.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Seit vielen Jahren berate ich Katzenhalter zum Thema Tierkrankenversicherungen.

Dabei erlebe ich immer wieder, dass sich viele erst dann mit einer Katzenkrankenversicherung beschäftigen, wenn bereits eine Erkrankung festgestellt wurde.

Aus meiner Erfahrung ist das häufig der ungünstigste Zeitpunkt.

Je früher eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen wird, desto größer ist in der Regel die Auswahl geeigneter Tarife. Gleichzeitig ist das Risiko geringer, dass Vorerkrankungen den Versicherungsschutz einschränken oder eine Aufnahme erschwer

2. Versicherungssumme ist entscheidend

Warum eine unbegrenzte Versicherungssumme sinnvoll ist

Ein Punkt wird beim Tarifvergleich häufig unterschätzt.

Wie hoch ist eigentlich die maximale Versicherungssumme?

Viele Katzenhalter achten zunächst auf den monatlichen Beitrag. Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Frage, wie viel die Versicherung im Leistungsfall tatsächlich übernimmt. Eine schwere Erkrankung oder ein Unfall kann schnell sehr hohe Tierarztkosten verursachen. Sind mehrere Operationen, ein stationärer Aufenthalt oder eine längere Nachbehandlung erforderlich, können Behandlungskosten von weit über 10.000 Euro entstehen. Ist die Versicherungssumme begrenzt, musst Du alle darüber hinausgehenden Kosten selbst tragen.

Meine Empfehlung

Aus meiner Sicht sollte eine moderne Katzenkrankenversicherung möglichst eine unbegrenzte Versicherungssumme vorsehen.Ist das nicht möglich, halte ich eine Versicherungssumme von mindestens 10.000 Euro pro Versicherungsjahr für das absolute Minimum. Je höher die Versicherungssumme gewählt wird, desto besser bist Du auch bei außergewöhnlich hohen Behandlungskosten abgesichert.

Praxisbeispiel

Nach einem Verkehrsunfall muss eine Katze mehrfach operiert werden. Hinzu kommen ein stationärer Aufenthalt, Medikamente, Nachbehandlungen und eine physiotherapeutische Betreuung. Die Gesamtkosten können schnell deutlich über 10.000 Euro liegen. Mit einer unbegrenzten Versicherungssumme musst Du Dir über diese Grenze keine Gedanken machen.

Meine Meinung als Versicherungsmakler

Ich würde heute keinen Tarif mehr wählen, der nur eine niedrige Versicherungssumme vorsieht. Schwere Erkrankungen oder Unfälle lassen sich nicht planen. Eine möglichst unbegrenzte Versicherungssumme gehört deshalb für mich zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen einer guten Katzenkrankenversicherung.

3. Operationen und Heilbehandlungen

Bei einigen Tarifen von Katzenkrankenversicherungen musst Du genauer hinsehen. Denn nicht immer ist die Versicherungssumme für Operationen genauso hoch wie die Versicherungssumme für Heilbehandlungen.

Viele Tarife bieten hier unterschiedliche Versicherungssummen an. Das kann auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Viele Katzenhalter denken verständlicherweise, dass vor allem Operationen das große finanzielle Risiko darstellen. Deshalb möchten sie dort möglichst eine unbegrenzte Versicherungssumme vereinbaren. Bei den Heilbehandlungen erscheint eine niedrigere Versicherungssumme dann vielleicht ausreichend.

Bei Petprotect gibt es beispielsweise im Komfort Tarif eine Versicherungssumme von 500 Euro jährlich für Behandlungsleistungen, während Operationen unbegrenzt versichert sind.

Auch bei Panda bietet der Tarif Mini 1.000 Euro für Behandlungsleistungen bei gleichzeitig unbegrenzter Versicherungssumme für Operationen.

Bei der Barmenia Premium Plus sind in der begrenzten Variante 1.200 Euro für Heilbehandlungen vorgesehen, während die Versicherungssumme für Operationen unbegrenzt ist. Beim Barmenia Premium Plus besteht allerdings die Möglichkeit, auch die Versicherungssumme für Heilbehandlungen unbegrenzt zu wählen.

3.1 Was gilt überhaupt als Operation?

Jetzt kommt der Punkt, den viele Katzenhalter bei der Tarifauswahl nicht kennen. Viele Versicherer definieren eine Operation sinngemäß als einen chirurgischen Eingriff unter Narkose oder Lokalanästhesie, bei dem die Haut und das darunterliegende Gewebe mehr als punktförmig durchtrennt werden.

Das bedeutet, dass bestimmte Eingriffe je nach Versicherungsbedingungen nicht unter den Operationsbegriff fallen können. Dazu können beispielsweise bestimmte minimalinvasive Eingriffe, die Wundversorgung durch Nähen oder die Entfernung eines verschluckten Gegenstandes gehören.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass solche Behandlungen dann überhaupt nicht versichert sind.

Häufig werden sie stattdessen über den Baustein für Heilbehandlungen abgerechnet.

3.2 Warum das einen Unterschied machen kann

Stell Dir vor, Deine Katze verschluckt einen Gegenstand und muss deshalb endoskopisch behandelt werden.

Gerade im Notdienst können für einen solchen Eingriff schnell 1.300 bis 1.500 Euro anfallen.

Wird dieser Eingriff nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen nicht als Operation eingestuft, wird die Rechnung über die Versicherungssumme für Heilbehandlungen abgerechnet.

Wenn Du beispielsweise nur 1.000 Euro Versicherungssumme für Heilbehandlungen pro Versicherungsjahr vereinbart hast, kann dieses Budget dadurch bereits vollständig aufgebraucht sein.

Die unbegrenzte Versicherungssumme für Operationen hilft Dir in diesem Fall nicht weiter, weil der Eingriff nicht über den Operationsbaustein abgerechnet wird.

3.3 Deshalb solltest Du den Operationsbegriff genau prüfen

Gerade wenn Du aus finanziellen Gründen bei den Heilbehandlungskosten eine begrenzte Versicherungssumme wählst, ist es besonders wichtig, sich den Operationsbegriff des jeweiligen Versicherers genau anzusehen.

Leistungsstarke Tarife fassen diesen teilweise weiter und erkennen beispielsweise auch minimalinvasive Eingriffe, die Wundversorgung durch Nähen oder die operative Entfernung verschluckter Gegenstände als Operation an.

Je weiter der Operationsbegriff gefasst ist, desto weniger Leistungen müssen gegebenenfalls aus einem begrenzten Budget für Heilbehandlungen bezahlt werden.

3.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Wie ich bereits im vorherigen Kapitel zur Versicherungssumme erläutert habe, würde ich grundsätzlich eine unbegrenzte Versicherungssumme für Operationen und Heilbehandlungen bevorzugen. Wenn das aus finanziellen Gründen nicht möglich ist und Du deshalb bei den Heilbehandlungskosten eine begrenzte Versicherungssumme wählen musst, kommt dem Operationsbegriff eine besondere Bedeutung zu.

In diesem Fall solltest Du genau prüfen, welche Eingriffe der Versicherer als Operation anerkennt. Je weiter der Operationsbegriff gefasst ist, desto mehr kostenintensive Eingriffe können über die Operationsversicherung abgerechnet werden. Dadurch wird das begrenzte Budget für Heilbehandlungen weniger belastet und steht Dir für andere Erkrankungen und Behandlungen weiterhin zur Verfügung.

4. Erstattungshöhe 100% macht im Ernstfall einen Unterschied

Ein weiterer Punkt, der häufig unterschätzt wird, ist die Erstattungshöhe.

Viele Tarife übernehmen nicht die gesamten Tierarztkosten, sondern beispielsweise nur 80 % oder 90 %.

Auf den ersten Blick klingt das nach einem kleinen Unterschied.

Bei einer hohen Tierarztrechnung kann er jedoch schnell mehrere Tausend Euro ausmachen.

Ein einfaches Rechenbeispiel

Nach einer komplizierten Operation erhältst Du eine Rechnung über 8.000 Euro.

Die Versicherung erstattet 80 %.

Das bedeutet:

  • Tierarztrechnung: 8.000 Euro
  • Erstattung der Versicherung: 6.400 Euro
  • Eigenanteil: 1.600 Euro

Bei einer Rechnung über 12.000 Euro steigt Dein Eigenanteil bereits auf 2.400 Euro.

Besonders teuer werden Behandlungen häufig während der Notdienstzeiten, beispielsweise nachts, am Wochenende oder an Feiertagen.

In diesen Fällen darf der Tierarzt nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 4-fachen Gebührensatz abrechnen.

Fallen dann zusätzlich nur 80 % Erstattung an, steigt Dein Eigenanteil nochmals deutlich.

Meine Empfehlung

Wenn möglich, würde ich immer einen Tarif wählen, der 100 % der versicherten Tierarztkosten übernimmt.

So vermeidest Du gerade bei hohen Rechnungen unangenehme Überraschungen.

5. Selbstbeteiligung

Viele Katzenhalter schrecken zunächst vor einer Selbstbeteiligung zurück.

Dabei kann sie durchaus sinnvoll sein.

Eine Selbstbeteiligung bedeutet, dass Du einen Teil der Behandlungskosten selbst übernimmst.

Im Gegenzug fällt der monatliche Versicherungsbeitrag meist deutlich niedriger aus.

5.1 Jährliche oder fallbezogene Selbstbeteiligung?

Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen.

Denn Selbstbeteiligung ist nicht gleich Selbstbeteiligung.

Es gibt Tarife mit einer jährlichen Selbstbeteiligung.

Hier zahlst Du den vereinbarten Eigenanteil nur einmal pro Versicherungsjahr.

Andere Tarife sehen dagegen eine Selbstbeteiligung je Versicherungsfall vor.

Gerade wenn Deine Katze innerhalb eines Jahres mehrfach behandelt werden muss, kann diese Variante deutlich teurer werden.

5.2 Meine Empfehlung

Eine moderate Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag spürbar zu senken.

Ich empfehle jedoch, genau darauf zu achten, ob sie jährlich oder pro Versicherungsfall berechnet wird.

Aus meiner Sicht ist eine jährliche Selbstbeteiligung in vielen Fällen die kundenfreundlichere Lösung.

6. Rabatte

Natürlich freut sich jeder Katzenhalter über einen möglichst günstigen Versicherungsbeitrag. Viele Versicherungsgesellschaften bieten deshalb verschiedene Rabattmöglichkeiten an.

Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden – solange der Versicherungsschutz nicht eingeschränkt wird.

Gerade hier lohnt es sich jedoch, genauer hinzuschauen.

6.1 Jährliche Zahlweise spart Beiträge

Eine der einfachsten Möglichkeiten, den Beitrag zu senken, ist die jährliche Zahlungsweise.

Viele Versicherer gewähren einen Nachlass, wenn der Jahresbeitrag auf einmal gezahlt wird.

Da sich am Versicherungsschutz nichts ändert, halte ich diese Rabattmöglichkeit grundsätzlich für sinnvoll – vorausgesetzt, die einmalige Zahlung passt in Dein Budget.

6.2 Rabatt für Wohnungskatzen – Nur wenn die Katze wirklich nie nach draußen geht

Einige Versicherer bieten günstigere Beiträge für reine Haus- oder Wohnungskatzen an.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar:

Eine Wohnungskatze ist bestimmten Risiken, wie beispielsweise Verkehrsunfällen oder Revierkämpfen, deutlich seltener ausgesetzt.

Dennoch solltest Du hier sehr ehrlich sein.

Wähle diesen Rabatt wirklich nur dann, wenn Deine Katze ausschließlich in der Wohnung lebt und keinen Freigang hat.

Hat Deine Katze entgegen der vereinbarten Haltungsform doch Zugang nach draußen und verletzt sich beispielsweise bei einem Verkehrsunfall, kann das im Leistungsfall erhebliche Probleme verursachen.

Aus meiner Sicht lohnt sich ein etwas günstigerer Beitrag nicht, wenn dadurch der Versicherungsschutz gefährdet wird.

6.3 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Rabatte sind immer willkommen.

Sie sollten jedoch niemals wichtiger sein als ein leistungsstarker Versicherungsschutz.

Ich empfehle meinen Kunden deshalb, zuerst den passenden Tarif auszuwählen und erst anschließend zu prüfen, welche sinnvollen Rabattmöglichkeiten genutzt werden können.

7. Ausschlüsse – Warum Du das Kleingedruckte lesen solltest

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet:

„Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt doch alle Tierarztkosten."

Leider stimmt das nicht.

Nahezu jede Katzenkrankenversicherung enthält Leistungsausschlüsse.

Welche das sind, unterscheidet sich allerdings teilweise erheblich von Tarif zu Tarif.

Gerade deshalb solltest Du nicht nur auf den Beitrag oder die Versicherungssumme achten, sondern auch die Ausschlüsse genau prüfen.

7.1 Rassebedingte Erkrankungen

Einige Versicherer schließen bestimmte erblich oder rassebedingt häufiger auftretende Erkrankungen ganz oder teilweise vom Versicherungsschutz aus.

Ein besonders bekanntes Beispiel ist die Brachycephalie (Kurzköpfigkeit).

Davon betroffen sind unter anderem Perserkatzen.

Da diese Rassen aufgrund ihrer besonderen Kopfform häufiger unter Atemwegs- oder anderen gesundheitlichen Problemen leiden können, schließen einige Versicherer Behandlungen im Zusammenhang mit der Brachycephalie ausdrücklich aus.

Wer eine Perserkatze oder eine andere kurzköpfige Rasse besitzt, sollte diesen Punkt unbedingt prüfen.

7.2 Zahnbehandlungen

Auch Zahnbehandlungen unterscheiden sich von Tarif zu Tarif erheblich.

Während einige Versicherungen umfangreiche Zahnleistungen bereits im Grundtarif enthalten, werden sie bei anderen Versicherern nur über einen zusätzlichen Baustein abgesichert.

Gerade Zahnerkrankungen treten bei Katzen nicht selten auf.

Aus meiner Sicht gehören gute Zahnleistungen deshalb zu den wichtigen Auswahlkriterien einer Katzenkrankenversicherung.

7.3 Spezielle Diagnosen oder Erkrankungen

Neben rassebedingten Erkrankungen schließen einige Versicherer auch bestimmte Diagnosen oder Krankheitsbilder aus oder begrenzen ihre Leistungen.

Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen wie die Ellenbogengelenksdysplasie (ED) oder die Hüftgelenksdysplasie (HD).

Die Hüftgelenksdysplasie betrifft vor allem große Katzen wie Maine Coon und Britisch Kurzhaar.  kennt man zwar vor allem vom Hund, sie können jedoch – je nach Versicherer und Versicherungsbedingungen – ebenfalls eine Rolle spielen.

Deshalb lohnt sich immer ein Blick in die konkreten Leistungsausschlüsse des jeweiligen Tarifs.

7.4 Weitere häufige Ausschlüsse

Je nach Versicherung können unter anderem auch folgende Leistungen ausgeschlossen oder eingeschränkt sein:

  • angeborene Fehlentwicklungen,
  • FORL,
  • Operation am Herzen
  • Zahnbehandlungen,
  • Verhaltenstherapien,
  • alternative Heilmethoden,
  • Physiotherapie,
  • Hilfsmittel oder Prothesen.

Nicht jeder Tarif enthält diese Ausschlüsse.

Genau deshalb lohnt sich ein genauer Vergleich der Versicherungsbedingungen.

7.5 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Ich empfehle meinen Kunden immer, sich nicht nur auf Werbeaussagen wie „umfangreicher Rundumschutz" zu verlassen.

Viel wichtiger ist die Frage:

Welche Leistungen sind tatsächlich versichert – und welche eben nicht?

Gerade die Ausschlüsse unterscheiden gute von durchschnittlichen Tarifen.

8. Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – Warum der 4-fache Satz so wichtig ist

Ein Punkt wird bei Katzenkrankenversicherungen häufig völlig unterschätzt:

Bis zu welchem Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) übernimmt die Versicherung eigentlich die Kosten?

Viele Katzenhalter achten auf die Versicherungssumme oder den Monatsbeitrag.

Ob die Versicherung bis zum 2-fachen, 3-fachen oder sogar bis zum 4-fachen GOT-Satz leistet, bleibt dagegen oft unbeachtet.

Aus meiner Sicht gehört dieser Punkt jedoch zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen einer guten Katzenkrankenversicherung.

8.1 Was ist die Gebührenordnung für Tierärzte?

Die Gebührenordnung für Tierärzte (kurz GOT) regelt, welche Gebühren Tierärzte für ihre Leistungen berechnen dürfen.

Dabei gibt es keinen festen Preis.

Je nach Aufwand, Schwierigkeit und Behandlungszeitpunkt darf der Tierarzt unterschiedliche Gebührensätze abrechnen.

Vereinfacht ausgedrückt können tierärztliche Leistungen zum

  • einfachen,
  • zweifachen,
  • dreifachen
  • oder bis zum vierfachen Satz

abgerechnet werden.

8.2 Warum wird häufig bis zum 4-fachen GOT-Satz abgerechnet?

Gerade außerhalb der regulären Sprechzeiten entstehen häufig höhere Tierarztkosten.

Das betrifft insbesondere:

  • Notdienste,
  • Wochenenden,
  • Feiertage,
  • Nachtbehandlungen,

In diesen Fällen kann der Tierarzt nach den Vorgaben der GOT bis zum 4-fachen Gebührensatz abrechnen.

Deshalb sollte eine leistungsstarke Katzenkrankenversicherung diese Kosten ebenfalls übernehmen.

8.3 Praxisbeispiel

Stell Dir vor, Deine Katze erleidet an einem Sonntagabend aufgrund eines Unfalls multiple Knochenfrakturen und muss sofort operiert werden.

Die eigentliche Operationsleistung kostet zum 1-fachen GOT-Satz beispielsweise 1.500 Euro.

Erfolgt dieselbe Operation im Notdienst und wird zum 4-fachen GOT-Satz abgerechnet, können allein für die Operationsleistung bereits 6.000 Euro anfallen.

Abrechnung

Operationskosten

1-facher GOT-Satz

1.500 €

4-facher GOT-Satz

6.000 €

Allein durch den höheren Gebührensatz entsteht in diesem Beispiel ein Unterschied von 4.500 Euro.

Hinzu kommen noch Kosten für

  • Medikamente,
  • stationäre Unterbringung,
  • Diagnostik,
  • Nachbehandlung.

Die Gesamtrechnung kann dadurch schnell deutlich höher ausfallen.

Hinweis: Das Beispiel dient lediglich der Veranschaulichung. Die tatsächlichen Behandlungskosten hängen immer von Art und Umfang der jeweiligen Operation ab.

8.4 Achtung: Manche Tarife leisten nur bis zum 3-fachen GOT-Satz

Hier unterscheiden sich die Versicherer teilweise erheblich.

Einige Katzenkrankenversicherungen, übernehmen Tierarztkosten lediglich bis zum 2-fachen oder 3-fachen GOT-Satz.

Rechnet der Tierarzt zulässigerweise bis zum 4-fachen Satz ab, musst Du die Differenz unter Umständen selbst bezahlen.

Gerade bei einigen Basistarifen lohnt sich auch hier ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen.

So übernimmt beispielsweise der Basistarif der Allianz Tierarztkosten lediglich bis zum zweifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte. Rechnet der Tierarzt aufgrund eines erhöhten Behandlungsaufwandes nach einem höheren GOT-Satz ab, muss der Tierhalter die Differenz selbst tragen. .

Gerade bei größeren Operationen können so schnell mehrere Hundert oder sogar Tausende Euro Eigenanteil entstehen.

Aus meiner Sicht sollte eine leistungsstarke Katzenkrankenversicherung deshalb mindestens bis zum vierfachen GOT-Satz leisten.

8.5 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Wenn ich heute selbst eine Katzenkrankenversicherung auswählen müsste, würde ich ausschließlich Tarife in Betracht ziehen, die mindestens bis zum 4-fachen GOT-Satz leisten.

Denn Notfälle passieren selten während der normalen Sprechzeiten.

Sie passieren häufig nachts, am Wochenende oder an Feiertagen – genau dann, wenn besonders hohe Tierarztkosten entstehen können.

9. Leistungen nach der Behandlung

Mit einer erfolgreichen Operation ist die Behandlung häufig noch lange nicht abgeschlossen.

Gerade nach größeren Eingriffen folgen oft zahlreiche weitere Maßnahmen.

Dazu gehören beispielsweise

  • Kontrolluntersuchungen,
  • Stationäre Unterbringungskosten
  • Medikamente,
  • Verbandswechsel,
  • Physiotherapie,
  • stationäre Nachbehandlungen,
  • alternative Heilmethoden,
  • weitere Diagnostik.

Je nach Erkrankung können sich diese Maßnahmen über Wochen oder sogar Monate hinziehen.

Deshalb solltest Du nicht nur auf die Operation selbst achten, sondern auch darauf, wie lange und in welchem Umfang die Nachbehandlung versichert ist.

9.1 Große Unterschiede beim Nachbehandlungszeitraum

Hier unterscheiden sich die Tarife teilweise erheblich.

Während einige Versicherer die Nachbehandlung beispielsweise nur für 10, 20 oder 30 Tage übernehmen, leisten andere deutlich länger.

Besonders leistungsstarke Tarife bieten sogar einen unbegrenzten Nachbehandlungszeitraum.

Das bedeutet, das alle medizinisch notwendigen Nachbehandlungen nach einer versicherten Operation zeitlich unbegrenzt mitversichert sind.

Aus meiner Sicht ist das ein erheblicher Vorteil.

Zu den Tarifen mit unbegrenztem Nachbehandlungszeitraum gehören beispielsweise der HanseMerkur Premium Plus sowie die Uelzener Katzenkrankenversicherung.

Auch der Barmenia Premium Plus Tarif gehört mit 120 Tagen Nachbehandlungszeit zu den leistungsstärkeren Angeboten am Markt.

9.2 Alternative Heilmethoden

Immer mehr Katzenhalter nutzen ergänzend zur klassischen Tiermedizin auch alternative Behandlungsmethoden nach einer Operation.

Dazu gehören beispielsweise

  • Akupunktur,
  • Homöopathie,
  • Lasertherapie,
  • Osteopathie
  • oder weitere naturheilkundliche Verfahren.

Viele Katzenkrankenversicherungen übernehmen diese Leistungen grundsätzlich.

Allerdings unterscheiden sich die Tarife häufig bei der maximalen Erstattungshöhe.

Gerade wenn alternative Heilmethoden für Dich wichtig sind, lohnt sich deshalb ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen.

9.3 Physiotherapie

Auch Physiotherapie gewinnt nach Operationen zunehmend an Bedeutung.

Insbesondere nach orthopädischen Eingriffen kann sie die Heilung unterstützen und dazu beitragen, dass Deine Katze schneller wieder beweglich wird.

Allerdings unterscheiden sich auch hier die Versicherungsbedingungen teilweise deutlich.

Einige Tarife übernehmen Physiotherapie nicht, andere begrenzen die Anzahl der Behandlungen oder den maximalen Erstattungsbetrag.

9.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Viele Katzenhalter konzentrieren sich bei der Tarifwahl ausschließlich auf die eigentliche Operation.

Dabei entstehen häufig gerade nach der Operation erhebliche Kosten.

Deshalb achte ich bei der Auswahl einer Katzenkrankenversicherung immer darauf, dass auch die Nachbehandlung möglichst umfangreich abgesichert ist.

10. Vorsorgeleistungen – Sinnvolle Ergänzung?

Viele Katzenkrankenversicherungen übernehmen bereits im Grundtarif bestimmte Vorsorgemaßnahmen.

Dazu gehören je nach Tarif beispielsweise

  • Schutzimpfungen,
  • Gesundheits-Check-ups,
  • Wurmkuren,
  • Floh- und Zeckenvorsorge,
  • Kastration,
  • Kennzeichnung per Mikrochip,
  • oder weitere Vorsorgeleistungen.

Andere Versicherer bieten hierfür einen separaten Vorsorgebaustein an.

10.1 Lohnt sich der Beitrag für einen zusätzlichen Vorsorgebaustein?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Hier lohnt sich ein genauer Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Beispiel:

Ein Versicherer bietet einen zusätzlichen Vorsorgebaustein an.

  • Maximale Erstattung pro Jahr: 250 Euro
  • Zusätzlicher Beitrag: 11,90 Euro monatlich

Das entspricht einem Jahresbeitrag von rund 143 Euro.

Im günstigsten Fall erhältst Du also maximal 250 Euro zurück.

Aus meiner Sicht solltest Du deshalb genau nachrechnen, ob sich ein solcher Zusatzbaustein für Deine persönliche Situation wirklich lohnt.

Hinzu kommt, dass alle Versicherer die Vorsorgeleistungen begrenzen. Häufig enthalten die  Grundtarife 50 Euro bis 150 Euro. Selbst die zusätzlichen Vorsorgebausteine sind gedeckelt auf wenige hundert Euro pro Jahr je nach Versicherungsgesellschaft.

10.2 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Ich schaue bei Vorsorgebausteinen immer auf das Verhältnis zwischen Beitrag und möglicher Erstattung.

Nicht jeder Zusatzbaustein ist automatisch sinnvoll.

Enthält der Grundtarif bereits Vorsorgeleistungen, lohnt sich ein zusätzlicher Baustein häufig nicht.

Anders kann es aussehen, wenn regelmäßig hohe Vorsorgekosten anfallen und der Zusatzbaustein einen echten finanziellen Mehrwert bietet.

11. Zusatzbausteine – Welche Extras wirklich sinnvoll sind

Immer mehr Versicherungsgesellschaften bieten neben der eigentlichen Katzenkrankenversicherung zusätzliche Leistungsbausteine an.

Dadurch kannst Du den Versicherungsschutz individuell erweitern.

Das klingt zunächst attraktiv.

Allerdings solltest Du genau prüfen, welche Zusatzbausteine Dir tatsächlich einen Mehrwert bieten und welche eher verzichtbar sind.

11.1 Zahnbaustein – Aus meiner Sicht eine sinnvolle Ergänzung

Immer mehr Versicherer bieten Zahnleistungen nicht mehr automatisch im Grundtarif an, sondern nur noch über einen separaten Zusatzbaustein.

Dazu gehören beispielsweise Leistungen für:

  • Zahnextraktionen,
  • Zahnbehandlungen,
  • Zahnoperationen,
  • Wurzelbehandlungen,
  • Behandlung von Zahnerkrankungen wie FORL.

Gerade Zahnerkrankungen kommen bei Katzen deutlich häufiger vor, als viele Katzenhalter vermuten.

Die Behandlung kann schnell mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro kosten.

Den Zusatzbaustein Zahn halte ich persönlich für einen der sinnvollsten Zusatzbausteine überhaupt.

Wer einen Tarif wählt, bei dem Zahnleistungen nur optional versichert werden können, sollte meiner Meinung nach ernsthaft überlegen, diesen Baustein mit einzuschließen.

11.2 Vorsorgebausteine

Viele Versicherer bieten zusätzlich einen Vorsorgebaustein an.

Ob sich dieser lohnt, hängt – wie bereits im vorherigen Kapitel beschrieben – vom Verhältnis zwischen Beitrag und möglicher Erstattung ab.

Aus meiner Sicht lohnt sich ein Vorsorgebaustein nur dann, wenn die zusätzlichen Leistungen den Mehrbeitrag auch tatsächlich rechtfertigen.

11.3 Tier Assistance

Ein weiterer Zusatzbaustein, der inzwischen häufiger angeboten wird, ist die sogenannte Tier Assistance.

Je nach Versicherer können dazu beispielsweise Leistungen gehören wie:

  • Organisation einer Betreuung,
  • Unterstützung im Notfall,
  • Vermittlung von Tierpensionen,
  • Hilfe bei der Suche nach einem Tierarzt,
  • weitere Serviceleistungen rund um die Katzenhaltung.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich dieser Schutz höchstens für alleinstehende Menschen lohnt, die niemanden haben, der die Katze im Notfall betreuen kann.

Für viele Katzenhalter dürfte dieser Zusatzbaustein dagegen eher eine untergeordnete Rolle spielen.

11.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Nicht jeder Zusatzbaustein ist automatisch sinnvoll.

Ich empfehle meinen Kunden deshalb immer, genau zu prüfen,

  • welche Leistungen bereits im Grundtarif enthalten sind,
  • welche Risiken wirklich abgesichert werden sollen
  • und ob der zusätzliche Beitrag in einem vernünftigen Verhältnis zum Leistungsumfang steht.

Aus meiner Sicht gehört der Zahnbaustein zu den sinnvollsten Ergänzungen.

12. Gesundheitsfragen – Ehrlichkeit zahlt sich aus

Bevor eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen wird, müssen in der Regel Gesundheitsfragen beantwortet werden.

Viele Katzenhalter empfinden diese Fragen als lästige Formalität.

Tatsächlich gehören sie jedoch zu den wichtigsten Angaben im gesamten Antrag.

12.1 Warum Gesundheitsfragen so wichtig sind

Die Versicherung entscheidet anhand Deiner Antworten,

  • ob sie den Antrag annimmt,
  • ob bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen werden
  • oder ob der Antrag möglicherweise abgelehnt werden muss.

Deshalb solltest Du die Fragen vollständig und wahrheitsgemäß beantworten.

12.2 Fordere vor dem Antrag die Patientenakte beim Tierarzt an

Ein Tipp, den ich meinen Kunden seit Jahren gebe:

Fordere vor Antragstellung die vollständige Patientenakte Deiner Katze beim behandelnden Tierarzt an.

Viele Katzenhalter verlassen sich auf ihr Gedächtnis.

Das kann jedoch problematisch sein.

Nicht selten finden sich in der Patientenakte Diagnosen oder Verdachtsdiagnosen, an die man sich gar nicht mehr erinnert oder von denen man gar nichts wusste.

Wer den Antrag ausschließlich aus dem Gedächtnis ausfüllt, riskiert unvollständige Angaben.

Mit der Patientenakte kannst Du die Gesundheitsfragen deutlich sicherer beantworten.

12.3 Was passiert bei falschen Angaben?

Unrichtige oder unvollständige Angaben können später erhebliche Folgen haben.

Stellt sich im Leistungsfall heraus, dass Gesundheitsfragen falsch beantwortet wurden, kann der Versicherer – je nach Einzelfall und den gesetzlichen Voraussetzungen – seine Leistung einschränken oder andere rechtliche Konsequenzen prüfen.

Deshalb gilt:

Lieber einmal mehr nachsehen als versehentlich etwas vergessen.

12.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Die Gesundheitsfragen sind kein lästiges Formular, sondern die Grundlage des späteren Versicherungsschutzes.

Ich empfehle meinen Kunden deshalb immer, sich ausreichend Zeit zu nehmen und die Angaben gemeinsam mit der Patientenakte des Tierarztes zu prüfen.

So lassen sich spätere Überraschungen häufig vermeiden.

13. Verzicht auf Kündigung im Versicherungsfall

Viele Katzenhalter glauben, dass eine Katzenkrankenversicherung genauso aufgebaut ist wie eine private Krankenversicherung für Menschen.

Das ist jedoch nicht der Fall.

Ein weit verbreiteter Irrtum

In der privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung für Menschen darf der Versicherer den Vertrag grundsätzlich nicht einfach kündigen, nur weil Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Viele Katzenhalter gehen deshalb davon aus, dass dies auch für Katzenkrankenversicherungen gilt.

Leider ist das nicht so.

13.1 Warum kann eine Katzenkrankenversicherung gekündigt werden?

Rechtlich gehören Tierkrankenversicherungen nicht zur privaten Krankenversicherung.

Versicherungsrechtlich werden Tiere leider als Sachen behandelt.

Deshalb handelt es sich bei einer Katzenkrankenversicherung rechtlich um eine Sachversicherung.

Das bedeutet:

Je nach Versicherungsbedingungen kann der Versicherer nach einem Versicherungsfall ein Kündigungsrecht haben.

Gerade nach einer kostspieligen Operation oder einer schweren Erkrankung ist diese Vorstellung für viele Katzenhalter verständlicherweise erschreckend.

13.2 Verzicht auf Kündigung im Versicherungsfall

Einige Versicherer verzichten inzwischen ausdrücklich auf dieses Kündigungsrecht.

Das ist grundsätzlich positiv.

Allerdings solltest Du diesen Punkt nicht überschätzen.

Warum dieser Schutz häufig nur ein „Pyrrhussieg“ ist

Der Begriff Pyrrhussieg beschreibt einen Erfolg, der sich bei genauerem Hinsehen als nur eingeschränkt vorteilhaft erweist.

Genau das kann auch hier der Fall sein.

Verzichtet der Versicherer zwar auf die Kündigung nach einem Versicherungsfall, kann er den Vertrag häufig trotzdem ordentlich zum Ablauf der Versicherungsperiode kündigen.

Da viele Katzenkrankenversicherungen jährlich verlängert werden, besteht diese Möglichkeit oft weiterhin.

Der Verzicht auf die Kündigung im Versicherungsfall verbessert die Situation zwar, bedeutet aber nicht automatisch einen dauerhaften Kündigungsschutz.

13.3 Positive Entwicklungen am Markt

Erfreulicherweise gibt es inzwischen einige Versicherer, die ihren Kunden einen weitergehenden Kündigungsschutz anbieten.

Teilweise gilt:

Hat der Vertrag beispielsweise bereits drei Jahre bestanden, verzichtet der Versicherer anschließend auch auf eine ordentliche Kündigung.

Allerdings solltest Du auch hier genau hinschauen.

Denn häufig gelten Einschränkungen.

So behalten sich manche Versicherer beispielsweise vor,

  • den Vertrag künftig mit einer höheren Selbstbeteiligung fortzuführen,
  • oder den Versicherungsschutz in eine reine Operationsversicherung umzuwandeln.

Auch diese Regelungen solltest Du vor Vertragsabschluss kennen.

13.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Ich freue mich über jeden Versicherer, der seinen Kunden einen möglichst weitgehenden Kündigungsschutz bietet.

Trotzdem empfehle ich, diesen Punkt realistisch zu betrachten.

Entscheidend ist nicht allein die Überschrift „Verzicht auf Kündigung im Versicherungsfall“, sondern die konkrete Formulierung in den Versicherungsbedingungen.

Gerade hier zeigen sich oft die Unterschiede zwischen durchschnittlichen und wirklich kundenfreundlichen Tarifen.

14. Wartezeiten

Viele Katzenhalter beschäftigen sich erst mit einer Katzenkrankenversicherung, wenn ihre Katze bereits erste gesundheitliche Probleme zeigt.

Leider ist das häufig zu spät.

Denn nahezu jede Katzenkrankenversicherung sieht sogenannte Wartezeiten vor.

14.1 Was bedeutet eine Wartezeit?

Die Wartezeit ist der Zeitraum zwischen dem Beginn des Versicherungsvertrages und dem Zeitpunkt, ab dem für bestimmte Erkrankungen oder Behandlungen tatsächlich Versicherungsschutz besteht.

Der Hintergrund ist einfach:

Versicherungsgesellschaften möchten verhindern, dass eine Katzenkrankenversicherung erst dann abgeschlossen wird, wenn bereits eine Erkrankung bekannt ist oder eine Operation unmittelbar bevorsteht.

14.2 Unterschiede zwischen Krankheiten und Unfällen

Viele Versicherer unterscheiden zwischen Krankheiten und Unfällen.

Bei Unfällen entfällt die Wartezeit häufig vollständig oder ist deutlich kürzer.

Verletzt sich Deine Katze beispielsweise kurz nach Versicherungsbeginn durch einen Unfall, besteht bei vielen Tarifen bereits sofort Versicherungsschutz.

Anders sieht es bei besonderen Erkrankungen aus.

Hier gelten je nach Tarif häufig Wartezeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten

14.3 Können Wartezeiten entfallen?

Ja.

Einige Versicherer verzichten unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise auf Wartezeiten.

Das kann beispielsweise der Fall sein,

  • wenn unmittelbar zuvor bereits eine vergleichbare Vorversicherung bestand,
  • bei besonderen Tarifaktionen,
  • oder, wie bereits erwähnt, bei Unfällen.

Da sich die Regelungen von Gesellschaft zu Gesellschaft unterscheiden, solltest Du die Versicherungsbedingungen genau vergleichen.

14.4 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Ich empfehle meinen Kunden immer, sich möglichst früh mit dem Thema Katzenkrankenversicherung zu beschäftigen.

Nicht erst dann, wenn bereits eine Erkrankung festgestellt wurde.

Je jünger und gesünder Deine Katze beim Abschluss ist, desto größer ist in der Regel die Auswahl an leistungsstarken Tarifen und desto geringer ist das Risiko von Ausschlüssen oder Ablehnungen.

15. Katzenkrankenversicherung oder Katzen-OP-Versicherung

Diese Frage höre ich in Beratungsgesprächen sehr häufig.

„Reicht nicht auch eine Operationsversicherung?"

Die Antwort lautet:

Das hängt von Deinen Erwartungen und Deinem Budget ab.

15.1 Die Katzen-OP-Versicherung

Eine Operationsversicherung übernimmt – vereinfacht ausgedrückt – die Kosten rund um eine notwendige Operation.

Dazu gehören je nach Tarif beispielsweise:

  • die Operation selbst,
  • die Narkose,
  • Medikamente,
  • stationäre Unterbringung,
  • Nachbehandlungen innerhalb des versicherten Zeitraums.

Nicht übernommen werden dagegen in der Regel viele ambulante Behandlungen ohne Operation.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Magen-Darm-Erkrankungen,
  • Hauterkrankungen,
  • Augenentzündungen,
  • Diabetes,
  • chronische Erkrankungen,
  • reine Diagnostik ohne anschließende Operation.

Dafür ist eine OP-Versicherung meist deutlich günstiger als eine vollständige Katzenkrankenversicherung.

15.2 Die Katzenkrankenversicherung

Eine Katzenkrankenversicherung bietet einen wesentlich umfassenderen Versicherungsschutz.

Je nach Tarif übernimmt sie zusätzlich unter anderem:

  • ambulante Behandlungen,
  • stationäre Behandlungen,
  • Medikamente,
  • Diagnostik,
  • bildgebende Verfahren,
  • Operationen,
  • Nachbehandlungen,
  • weitere versicherte Heilbehandlungen.

Gerade wenn Du Deine Katze möglichst umfassend absichern möchtest, bietet die Katzenkrankenversicherung deutlich mehr Leistungen.

15.3 Meine Meinung als Versicherungsmakler

Wenn es das Budget zulässt, würde ich persönlich immer eine leistungsstarke Katzenkrankenversicherung bevorzugen.

Sie schützt nicht nur vor den finanziellen Folgen teurer Operationen, sondern auch bei vielen anderen Erkrankungen, die im Laufe eines Katzenlebens auftreten können.

Sollte eine Vollversicherung finanziell nicht möglich sein, halte ich eine gute Operationsversicherung dennoch für deutlich besser als gar keinen Versicherungsschutz.

16. Meine Tarifempfehlungen als Versicherungsmakler

Nach vielen Jahren als Versicherungsmakler werde ich fast täglich gefragt:

„Herr Gerkepott, welche Katzenkrankenversicherung würden Sie persönlich empfehlen?"

Eine pauschale Antwort darauf gibt es leider nicht.

Denn den perfekten Tarif gibt es nicht.

Jede Versicherung hat ihre Stärken und Schwächen und nicht jede Katze hat dieselben Anforderungen.

Dennoch gibt es einige Tarife, die mich in den vergangenen Jahren besonders überzeugt haben und die ich regelmäßig empfehle.

Die folgenden vier Tarife gehören aus meiner Sicht aktuell zu den leistungsstärksten Angeboten auf dem deutschen Markt.

16.1 HanseMerkur Premium Plus – Mein Preis-Leistungs-Favorit

Der Premium Plus Tarif der HanseMerkur gehört seit Jahren zu meinen Lieblingstarifen.

Er bietet einen sehr umfangreichen Versicherungsschutz zu einem fairen Beitrag und weist aus meiner Sicht nur wenige Schwächen auf.

Besonders positiv bewerte ich den unbegrenzten Nachbehandlungszeitraum, das insgesamt sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis und den leistungsstarken Versicherungsschutz.

Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte.

Bei Prothesen werden beispielsweise lediglich 500 Euro für die Materialkosten über die gesamte Vertragslaufzeit übernommen.

Es gibt einzelne Tarife, die hier etwas großzügiger leisten.

Ganz ehrlich:

Das ist aus meiner Sicht Kritik auf sehr hohem Niveau.

Einen vollkommen perfekten Tarif gibt es nach meiner Erfahrung ohnehin nicht.

Besonders hervorheben möchte ich den optionalen Zahnbaustein der HanseMerkur. Aus meiner Sicht gehört er aktuell zu den leistungsstärksten Zahnbausteinen am Markt.

Er übernimmt unter anderem Wurzelbehandlungen, Zahnextraktionen, Zahnbehandlungen, Zahnfüllungen, Zahnersatz, die Korrektur von Zahn und Kieferanomalien sowie Tierarztkosten für die Zahnfleischentfernung ohne feste Leistungsbegrenzung.

Wer Wert auf einen umfassenden Zahnschutz legt, sollte diesen Baustein unbedingt in seine Entscheidung einbeziehen.

Weniger überzeugt bin ich vom Vorsorge Plus-Baustein, da bereits 100 Euro Vorsorgeleistungen im Tarif enthalten sind und der Mehrbeitrag aus meiner Sicht in keinem guten Verhältnis zur zusätzlichen Leistung steht.

Auch den Baustein Tier Assistance würde ich nur in besonderen Lebenssituationen empfehlen.

 

16.2 Barmenia Premium Plus

Der Premium Plus Tarif der Barmenia (heute BarmeniaGothaer) gehört zu den leistungsstärksten Katzenkrankenversicherungen.

Seine besondere Stärke liegt im Nachbehandlungszeitraum von 120 Tagen, der deutlich länger ist als bei vielen Wettbewerbern. Außerdem leistet er unbegrenzt bei Prothesen, nach einer Wartezeit von 6 Monate.

Allerdings bewegt sich der Tarif auch im oberen Beitragssegment.

Ein wichtiger Punkt ist der Ausschluss der Brachycephalie.

Aus meiner Sicht ist dieser Tarif deshalb nicht die erste Wahl für kurzköpfige Katzenrassen, wie beispielsweise Perserkatzen.

Ich empfehle den Premium Plus Tarif mit unbegrenzter Versicherungssumme für Heilbehandlungen zu wählen. Die günstigere Tarifvariante mit einer Begrenzung auf 1.200 Euro pro Jahr kann insbesondere bei einigen minimalinvasiven Eingriffen zu einer erheblichen Eigenbeteiligung führen.

16.3 Cleos Rundumschutz

Die Cleos Katzenkrankenversicherung ist noch eine vergleichsweise junge Gesellschaft.

Der Rundumschutz überzeugt jedoch bereits heute durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einen modernen Leistungsumfang.

Eine kleine Schwäche sehe ich allerdings bei den Hilfsmitteln. Diese sind im Tarif nicht versichert. Für die meisten Katzenhalter wird das zwar nur selten eine Rolle spielen, dennoch gehört dieser Punkt für mich zu einer ehrlichen Bewertung dazu.

Wie bei allen Katzenkrankenversicherungen gilt auch hier, dass es den perfekten Tarif nicht gibt. Entscheidend ist immer, welche Leistungen Dir persönlich wichtig sind.

Ein Vorsorgebaustein kann optional ergänzt werden und kostet in der Regel etwa 7,50 Euro monatlich.

Er bietet Vorsorgeleistungen bis maximal 150 Euro jährlich.

Wie bei allen Vorsorgebausteinen empfehle ich auch hier, genau zu prüfen, ob sich der zusätzliche Beitrag tatsächlich rechnet.

16.4 Uelzener Katzenkrankenversicherung

Die Uelzener gilt als Pionier der Tierkrankenversicherung in Deutschland.

Nachdem ich die früheren Tarifgenerationen aufgrund ihrer aus meiner Sicht recht unübersichtlichen Tarifstruktur einige Jahre nicht mehr aktiv empfohlen habe, gehört die neue Tarifgeneration heute wieder zu meinen Empfehlungen.

Besonders positiv finde ich den unbegrenzten Nachbehandlungszeitraum sowie die kundenfreundliche Prüfung von Vorerkrankungen.

Müssen Gesundheitsfragen aufgrund einer Vorerkrankung mit „Ja" beantwortet werden, prüft die Uelzener häufig dennoch, ob eine Versicherung gegen Beitragszuschlag möglich ist.

Das kenne ich in dieser Form von nur sehr wenigen Versicherern.

Berücksichtigen solltest Du allerdings, dass Hilfsmittel in diesem Tarif nicht versichert sind.

Wer Vorsorgeleistungen absichern möchte, kann zusätzlich den Baustein Gesundheit Plus abschließen.

Dieser übernimmt Vorsorgekosten bis zu 500 Euro jährlich, allerdings mit einer festen Selbstbeteiligung von 25 Prozent pro eingereichter Rechnung.

 16.5 Vergleichstabelle

Nachdem wir uns die Leistungen der einzelnen Tarife angesehen haben, stellt sich natürlich noch eine weitere wichtige Frage.

16.6 Was kostet eine gute Katzenkrankenversicherung eigentlich?

Eine pauschale Antwort gibt es leider auch hier nicht. Der Beitrag hängt unter anderem vom Alter der Katze, der Rasse, dem Geschlecht, der Haltungsform und natürlich vom gewählten Tarif ab.

Damit Du einen realistischen Eindruck bekommst, habe ich die Beiträge der vier in diesem Ratgeber vorgestellten Katzenkrankenversicherungen miteinander verglichen.

Als Beispiel dient eine Britisch Kurzhaar, vier Monate alt, Freigänger. So lassen sich die Beiträge gut miteinander vergleichen.

Die HanseMerkur Premium Plus inklusive Zahnbaustein kostet 59,02 Euro monatlich. Entscheidest Du Dich für eine Selbstbeteiligung von 250 Euro pro Versicherungsjahr, reduziert sich der Beitrag auf 40,89 Euro pro Monat.

Der Barmenia Premium Plus Tarif mit unbegrenzter Versicherungssumme für Heilbehandlungen kostet 82,87 Euro monatlich. Mit einer Selbstbeteiligung von 20 Prozent, maximal 250 Euro je Einreichungsvorgang, sinkt der Beitrag auf 71,97 Euro pro Monat.

Die Cleos Rundumschutz Plus kostet 52,49 Euro monatlich. Mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro je Einreichungsvorgang beträgt der Monatsbeitrag 36,74 Euro.

Bei der Uelzener Katzenkrankenversicherung mit dem Zusatzbaustein Gesundheit Plus unterscheiden sich die Beiträge zwischen Katze und Kater. Für einen Kater liegt der Monatsbeitrag bei 78,66 Euro, für eine Katze bei 65,57 Euro. Mit einer Selbstbeteiligung von 250 Euro pro Versicherungsjahr reduziert sich der Beitrag auf 65,32 Euro beziehungsweise 55,14 Euro pro Monat.

Auf den ersten Blick erscheinen die Beitragsunterschiede teilweise recht deutlich. Aus meiner Sicht solltest Du Dich bei der Auswahl einer Katzenkrankenversicherung jedoch nicht ausschließlich am Preis orientieren.

Warum sich Beiträge im Laufe der Zeit verändern können

Viele Katzenhalter gehen davon aus, dass der Beitrag über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Das ist in der Praxis jedoch selten der Fall.

Zum einen können Versicherer ihre Beiträge an gestiegene Tierarztkosten oder eine veränderte Schadenentwicklung anpassen. Zum anderen enthalten viele Tarife sogenannte Altersstaffeln. Dabei steigt der Beitrag mit zunehmendem Alter der Katze automatisch an.

Bei der Uelzener erhöht sich der Beitrag beispielsweise derzeit jährlich um 9 Prozent. Bei Cleos beträgt die jährliche Erhöhung 3 Prozent. Die HanseMerkur und die Barmenia arbeiten dagegen mit altersabhängigen Beitragsanpassungen zu bestimmten Geburtstagen der Katze, beispielsweise zum 3., 5., 7. oder 9. Lebensjahr.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt außerdem, wie wichtig eine solide Beitragskalkulation ist. Nach der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte Ende 2022 mussten viele Versicherer ihre Beiträge deutlich erhöhen oder ihre Tarife grundlegend überarbeiten. So hat die Barmenia in den Jahren 2023 und 2024 außerordentliche Beitragsanpassungen vorgenommen. Auch die Uelzener hat ihre Beiträge in den vergangenen Jahren mehrfach erhöht und gleichzeitig ihre Tarife neu strukturiert.

Die Cleos bietet ihre Katzenkrankenversicherung erst seit Dezember 2023 an. Der Tarif überzeugt aus meiner Sicht zwar bereits heute mit einem sehr guten Leistungsumfang und einem attraktiven Preis Leistungsverhältnis. Ob die Beitragskalkulation auch langfristig trägt, wird sich jedoch naturgemäß erst in den kommenden Jahren zeigen.

Die HanseMerkur hat ihre Beiträge Anfang 2025 dagegen vergleichsweise moderat angepasst und Anfang 2026 eine neue Tarifgeneration eingeführt. Nach meinem Eindruck wurde dabei versucht, die Tarife frühzeitig an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und sie langfristig zukunftsfest aufzustellen. Ob dieses Konzept aufgeht, wird sich selbstverständlich ebenfalls erst im Laufe der Zeit zeigen.

16.7 Wie kannst Du die Tarife abschließen?

Wenn Du nach dem Lesen dieses Ratgebers bereits einen Favoriten gefunden hast, kannst Du die HanseMerkur Premium Plus und die Barmenia Premium Plus ganz einfach online abschließen.

Über den folgenden Link gelangst Du direkt zum Onlineabschluss der HanseMerkur Premium Plus.

https://secure2.hansemerkur.de/ola-ui2/1/490?adnr=3374345&vermittlernummervm=26347&beragprtkhm=ja

Über den folgenden Link gelangst Du direkt zum Onlineabschluss der Barmenia Premium Plus.

Bei der Barmenia Premium Plus möchte ich Dir jedoch einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg geben. Wählst Du diesen Tarif aus, musst Du bei der Antragstellung unbedingt die Tarifvariante „Unbegrenzte konservative Behandlungskosten“ ankreuzen. Nur dann sind neben den Operationsleistungen auch die Heilbehandlungsleistungen unbegrenzt versichert. Ohne dieses zusätzliche Kreuz sind die Leistungen für Heilbehandlungen auf 1.200 Euro pro Versicherungsjahr begrenzt.

Tier-Krankenversicherung online abschließen

Die Tarife der Cleos und der Uelzener können ausschließlich über unseren Vergleichsrechner abgeschlossen werden.

Über den folgenden Link gelangst Du direkt zu unserem Vergleichsrechner.

https://www.mr-money.de/cookievgl.php?sp=tkvk&id=00207248&v_id=P26347&subid=P26347&cv=1

Dort kannst Du zahlreiche hochwertige Katzenkrankenversicherungen einfach und übersichtlich miteinander vergleichen. Zwar sind dort nicht alle Tarife des deutschen Marktes enthalten. Nach meiner Erfahrung bietet der Rechner jedoch eine ausreichend große Auswahl leistungsstarker Tarife, um für die meisten Katzenhalter eine passende Lösung zu finden.

Solltest Du nach dem Vergleich noch Fragen haben oder Dir bei der Auswahl unsicher sein, unterstütze ich Dich selbstverständlich auch persönlich. Ob telefonisch, per E Mail oder ganz bequem in einem Videocall. Ich nehme mir gerne Zeit für Deine Fragen und helfe Dir dabei, die Katzenkrankenversicherung zu finden, die am besten zu Deiner Katze und Deinen Wünschen passt.

17. Fazit – Eine gute Katzenkrankenversicherung ist mehr als nur ein günstiger Beitrag

Wie Du siehst, unterscheiden sich Katzenkrankenversicherungen heute in vielen wichtigen Punkten.

Nicht nur der Beitrag entscheidet darüber, ob ein Tarif gut ist.

Mindestens genauso wichtig sind unter anderem:

  • die Versicherungssumme,
  • die Erstattungshöhe,
  • der maximale GOT-Satz,
  • der Nachbehandlungszeitraum,
  • Leistungsausschlüsse,
  • Zahnleistungen,
  • Gesundheitsfragen,
  • Kündigungsregelungen
  • und viele weitere Details.

Gerade diese Unterschiede machen den Tarifvergleich für viele Katzenhalter so schwierig.

Die beste Katzenkrankenversicherung ist am Ende nicht die mit der längsten Leistungsbeschreibung, sondern diejenige, die im entscheidenden Moment zuverlässig zu Deiner Katze und Deinen persönlichen Wünschen passt. Genau dabei unterstütze ich Dich gerne.

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